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NATO–Russland: Vorbereitung auf einen möglichen Krieg


NATO–Russland: Vorbereitung auf einen möglichen Konflikt?
Eine Auflistung der aktuellen Indikatoren
Die Meldung über polnische Mobilisierungskarten hat in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Eine genauere Prüfung der internationalen Lage – mit Blick auf konkrete Vorbereitungsindikatoren, Aussagen von Militärs und Nachrichtendiensten sowie Entwicklungen in Polen, Deutschland, Großbritannien, dem Baltikum, der NATO und Russland – zeigt ein differenzierteres Bild.
Es gibt mehrere voneinander unabhängige Anzeichen für eine Vorbereitung auf einen möglichen größeren Konflikt. Gleichzeitig gibt es ebenso deutliche Hinweise darauf, dass ein unmittelbarer NATO-Russland-Krieg derzeit nicht als beschlossen oder unmittelbar bevorstehend gilt.
I. Was tatsächlich auf Kriegsvorbereitung hindeutet
1. Polen: Mobilisierungssystem wird sichtbar aktiviert
Polnische Militärrekrutierungsstellen haben Anfang September 2026 begonnen, Mobilisierungskarten an Reservisten und teilweise auch an zivile Spezialisten auszugeben – unter anderem an Fachkräfte aus Medizin, IT, Logistik sowie Energie-, Transport- und Kommunikationswesen. Die Karten geben an, bei welcher Einheit und an welchem Ort sich die betreffende Person im Mobilisierungsfall zu melden hätte.
Wichtig für die Einordnung: Polens zentrales Militärrekrutierungszentrum betont ausdrücklich, dass es sich um ein jährlich wiederkehrendes Standardverfahren handelt. Allein aus der Ausgabe der Karten lässt sich keine bevorstehende Mobilmachung ableiten.
Interessanter ist der Kontext: Polen gehört zu den militärisch am stärksten aufrüstenden NATO-Staaten und plant für 2026 Verteidigungsausgaben von rund 4,8 % des BIP. Premierminister Donald Tusk erklärte zuletzt, Polen und die NATO müssten auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein; eine russische Provokation gegen einen NATO-Staat könne nicht ausgeschlossen werden. Das ist mehr als normale Friedensrhetorik, aber noch keine Kriegsmobilisierung.
2. Deutschland: Vorbereitung auf einen größeren europäischen Konflikt
Deutschland geht inzwischen deutlich weiter als noch vor einigen Jahren. Seit 1. Januar 2026 gilt der „Neue Wehrdienst":
Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten einen Fragebogen zu Eignung und Motivation; für Männer ist die Beantwortung verpflichtend, eine Pflichtmusterung soll ab 1. Juli 2027 beginnen.
Am 1. Juli 2026 beschloss das Bundeskabinett zusätzlich das Reservestärkungsgesetz. Kernpunkt ist das Ende der bisherigen „doppelten Freiwilligkeit": Bislang konnten Reservisten nur mit Zustimmung von sich selbst und ihres Arbeitgebers zu Wehrübungen herangezogen werden – künftig soll eine verpflichtende Heranziehung möglich sein. Ziel ist ein Personalumfang von insgesamt 460.000 Soldatinnen und Soldaten bis 2035 (260.000 aktive Kräfte, 200.000 einsatzbereite Reservisten).
Das Gesetz soll voraussichtlich Anfang 2027 in Kraft treten; aus den Reihen der Bundeswehr – etwa vom Bundeswehrverband
– gibt es Kritik, die verpflichtenden Reserveübungen könnten den freiwilligen Wehrdienst unattraktiver machen.
Die Begründung ist bemerkenswert: Die Regelung soll sicherstellen, dass Deutschland Reservisten schnell mobilisieren kann, falls die NATO Deutschland zur Mobilisierung von Kräften auffordert. Das ist eine echte Veränderung der militärischen Planung – aber auch hier gilt: Vorbereitung auf einen möglichen Krieg ist nicht gleichbedeutend mit der Entscheidung für einen Krieg.
3. Großbritannien: Heimatschutz und „Kriegsfähigkeit"
Hier wird die Lage besonders interessant.
Die britische Regierung kündigte am 14. Juni 2026 im Rahmen ihres ersten „Annual Statement on National Resilience"
die größte Heimatschutzübung seit Jahrzehnten an: Operation Albiston Shadow, angesetzt für 2027. Geübt werden sollen ausdrücklich Cyberangriffe, Sabotage, Desinformation, Angriffe auf kritische Infrastruktur sowie die Koordination von Regierung und Sicherheitsbehörden bei einer größeren nationalen Krise. Hunderte Regierungs- und Behördenvertreter sollen beteiligt werden; die Übung läuft parallel zur NATO-Übung CMX27.
Parallel dazu hat das Cabinet Office das hochklassifizierte „War Book" aktualisiert – das strategische Regierungshandbuch für den Übergang vom Friedens- in den Kriegszustand, zuletzt überarbeitet 2004. Als Bedrohungshintergrund nennen britische Cyberbehörden (National Cyber Security Centre) Russland neben Iran und China als eine der Hauptquellen ernsthafter Cyberbedrohungen für das Vereinigte Königreich.
Noch bemerkenswerter ist eine Aussage des britischen Chief of the Defence Staff, Admiral Sir Tony Radakin, Ende 2025: Britische Analysen gingen zwar nur von einer „remote" Wahrscheinlichkeit eines direkten russischen Angriffs auf Großbritannien aus, doch entscheidend sei nicht die absolute Wahrscheinlichkeit, sondern der Trend – und dieser verschlechtere sich. Großbritannien müsse seine Streitkräfte bereit machen, einen Krieg zu führen und zu gewinnen. Bereits 2024 hatte der damalige Generalstabschef, General Sir Roly Walker, erklärt, die Armee müsse binnen drei Jahren – also bis 2027 – kriegsfähig sein. Der militärische Sinn dahinter ist nicht die Erwartung eines Krieges 2027, sondern das Ziel, bis dahin eine deutlich höhere Fähigkeit zur Kriegsführung zu besitzen.
4. NATO baut die Ostflanke massiv aus
Die NATO selbst beschreibt ihre heutige Ostflanke als die umfangreichste Verteidigungsplanung seit Ende des Kalten Krieges.
Es gibt inzwischen neun multinationale Kampfverbände entlang der Ostflanke – unter anderem in Polen, den baltischen Staaten, Finnland, Rumänien und Bulgarien. Deutschland baut seine Brigade in Litauen weiter aus; sie soll bis 2027 mit bis zu 5.000 Soldaten voll einsatzfähig sein. Im Juni 2026 wurde zudem eine neue NATO-Landstreitkraft in Finnland etabliert.
Die NATO baut ihre militärische Infrastruktur damit tatsächlich für einen möglichen größeren Konflikt im Osten um.
5. Geheimdienstwarnungen und diplomatische Signale
Ende August 2026 gab es Berichte, wonach US-Geheimdienstinformationen darauf hindeuten könnten, dass Russland im Herbst 2026 versuchen könnte, die NATO-Reaktionsfähigkeit mit einer begrenzten Provokation oder einem begrenzten Vorstoß zu testen. Baltische diplomatische Kreise, zitiert von RFE/RL, betonten dabei ausdrücklich, es gebe keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden großen konventionellen Angriff.
In diesem Zusammenhang reiste CIA-Direktor John Ratcliffe am 25. August 2026 überraschend nach Moskau – der erste bekannte Besuch eines CIA-Chefs dort seit 2021. Nach Berichten von CNN und UPI ging es dabei unter anderem darum, Russland vor einem Angriff auf NATO-Gebiet zu warnen; eine vorab erstellte US-Geheimdiensteinschätzung soll davon ausgegangen sein, dass Putin innerhalb der nächsten Jahre versuchen könnte, einen NATO-Staat – am ehesten im Ostseeraum – mit einer begrenzten Aktion zu testen. Nach Angaben von Axios wurde bei dem Treffen mit dem russischen Geheimdienstchef Alexander Bortnikow zugleich die Möglichkeit eines Trump-Putin-Selenskyj-Gipfels sondiert. Die Einordnung des Besuchs bleibt allerdings uneinheitlich: Präsident Trump selbst bezeichnete die Reise gegenüber der Presse als „semi-routine" bzw. „standard business" und dementierte, dass sie der Warnung vor einem NATO-Angriff gedient habe. Der Kreml erklärte, Ratcliffe habe nicht mit Putin persönlich gesprochen, sondern nur Kontakte über die Geheimdienste gehabt.
Ergänzend warnte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas Ende August 2026, wonach zahlreiche nationale Geheimdienste der EU-Mitgliedstaaten davon ausgingen, dass Russland in drei bis fünf Jahren – also etwa ab 2028 – versuchen könnte, die Verteidigungsbereitschaft der EU zu testen. Konkrete Details zu möglichen russischen Plänen nannte Kallas nicht.
6. Baltikum: Erhöhte Alarmbereitschaft – bei kurzfristiger Entwarnung durch Estland
Estland, Lettland und Litauen gehören zu den Ländern, die sich am intensivsten auf einen möglichen Konflikt vorbereiten: höhere Verteidigungsausgaben, Ausbau von Befestigungen und Verteidigungslinien, stärkere Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisensituationen.
Gleichzeitig liefert der estnische Auslandsgeheimdienst (EFIS/Välisluureamet) einen wichtigen Gegenpunkt: In seinem 86-seitigen Jahresbericht „International Security and Estonia 2026" vom 10. Februar 2026 kommt die Behörde zu dem Schluss, dass Russland derzeit keine Absicht hat, Estland oder einen anderen NATO-Staat militärisch anzugreifen – diese Einschätzung werde voraussichtlich auch für 2027 gelten. Zugleich warnt der Bericht, Russland baue seine Streitkräfte massiv wieder auf, fülle strategische Munitionsbestände auf und errichte nach dem Prinzip einer Massenarmee umfangreiche Drohnenkapazitäten. EFIS-Chef Kaupo Rosin betonte zum Jahreswechsel zusätzlich, Russland respektiere die NATO derzeit, weil Abschreckung wirke – diese müsse aber durch fortlaufende Investitionen aufrechterhalten werden.
Als konkreter Vorfall in der Region sind die mutmaßlich ukrainischen Drohnen zu nennen, die im März und Mai 2026 nach russischem Territorium kommend in den Luftraum von NATO-Staaten im Baltikum sowie Finnlands eindrangen – im Zuge ukrainischer Langstreckenangriffe auf russische Ziele im Ostseeraum. Finnland identifizierte eine der Drohnen als ukrainische AN-196. Der Vorfall zeigt, wie angespannt die Luftraumsicherheit in der Region insgesamt ist – unabhängig von der Urheberschaft.
7. Russland bereitet sich ebenfalls vor
Nicht nur westliche Maßnahmen sind relevant. Nach Berichten des Wall Street Journal (bestätigt u. a. von Meduza und Ukrainska Pravda) führten russische Militäroffiziere im Juli 2026 in der Exklave Kaliningrad eine Übung durch, bei der getestet wurde, wie sich die dortige Bevölkerung im Mobilisierungsfall unterbringen, verpflegen und ausrüsten ließe.
Die Offiziere waren dafür eigens aus St. Petersburg eingeflogen worden. Ähnliche Planspiele sollen laut den zitierten westlichen Geheimdienstkreisen zeitgleich in zahlreichen weiteren russischen Regionen laufen.
Eine formelle Entscheidung zu einer neuen Mobilisierungswelle hat der Kreml den Quellen zufolge bislang nicht getroffen; westliche Stellen gehen davon aus, dass ein solcher Schritt frühestens nach den russischen Parlamentswahlen Ende September 2026 verkündet werden könnte. Als Grund für die Vorbereitungen gilt vor allem, dass Russland an der Front mehr Soldaten verliert, als es über freiwillige Verträge ersetzen kann. Die Wahl gerade Kaliningrads als Übungsort gilt als kein Zufall: Westliche Geheimdienste sehen in der Exklave im Falle einer Eskalation mit dem Westen eine mögliche Schlüsselrolle – insbesondere mit Blick auf den sogenannten Suwałki-Korridor, den schmalen Landstreifen zwischen Polen und Litauen, der Kaliningrad mit dem russischen Verbündeten Belarus verbindet und den Moskau in einem Eskalationsszenario unter seine Kontrolle bringen könnte.
Parallel wächst die russische Rüstungsproduktion weiter. Nach aktuellen Analysen wird insbesondere die Drohnenproduktion massiv ausgeweitet; die russische Rüstungsindustrie befindet sich inzwischen in einem dauerhaften Kriegsproduktionsmodus.
II. Das eigentliche Muster: eine gegenseitige Vorbereitungsspirale
Zusammengenommen ergibt sich ein interessanteres Bild als die einfache Frage „Will Russland Krieg?" oder „Will die NATO Krieg?". Erkennbar ist ein gegenseitiger Vorbereitungsprozess:
Auf russischer Seite stehen höhere Rüstungsausgaben, der Ausbau der Rüstungsindustrie, gesteigerte Drohnenproduktion, militärischer Wiederaufbau, hybride Operationen sowie Druck auf die NATO-Ostflanke. Auf NATO-Seite stehen dem mehr Truppen im Osten, neue Verteidigungspläne, der Ausbau der Reserven, größere Munitionsvorräte, neue Luftverteidigung, ausgebaute militärische Infrastruktur sowie zivile Krisenvorbereitung gegenüber.
Jede Seite interpretiert die Maßnahmen der anderen als Begründung für die eigenen Schritte – die klassische Struktur einer Eskalationsspirale.
III. Was momentan gegen einen unmittelbar bevorstehenden großen Krieg spricht
Ein NATO-Vertreter bestätigte Ende August 2026 ausdrücklich, es gebe derzeit keine unmittelbare Gefahr eines direkten russischen Angriffs auf NATO-Gebiet. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärte ebenfalls, er sehe derzeit keine belastbaren Hinweise, dass Russland einen NATO-Staat angreifen wolle, und halte dies angesichts der militärischen Überlegenheit der NATO aktuell für wenig plausibel. Auch der estnische Auslandsgeheimdienst kommt – wie oben dargestellt – zu einem ähnlichen kurzfristigen Ergebnis.
IV. Einordnung der Warnsignale (Ampel-Bewertung)
Werden die derzeit bekannten Informationen nicht politisch, sondern als Frühwarnsystem gewichtet, ergibt sich etwa folgende Einordnung:
🟡 Interessant, aber grundsätzlich Routine: die polnischen Mobilisierungskarten sowie die EU-Warnung von Kaja Kallas vor einem möglichen Angriff ab 2028, die ein mittelfristiges Signal ohne konkrete Details bleibt.
🟠 Deutlich: der Ausbau der polnischen Streitkräfte, die deutsche Reserve- und Mobilisierungsplanung über das Reservestärkungsgesetz, die deutsche Brigade in Litauen sowie die britische Kriegsvorbereitung einschließlich der Heimatschutzübung „Albiston Shadow" 2027.
🟠/🔴 Sehr deutlich: der strukturelle Ausbau der NATO-Ostflanke sowie die russische Aufrüstung und der Ausbau der Rüstungsindustrie.
🔴 Bereits laufend bzw. zu beobachten: die hybriden Aktivitäten Russlands, die russische Mobilisierungsübung in Kaliningrad sowie die US-Warnungen im Zusammenhang mit der CIA-Reise nach Moskau, deren Einordnung allerdings uneinheitlich bleibt.
🟢 Derzeit nicht vorhanden: belastbare Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Großangriff.
Das Entscheidende: Die Vorbereitung ist real. Daraus folgt aber nicht, dass bereits entschieden wurde, 2026 oder 2027 einen NATO-Russland-Krieg zu beginnen.
V. Worauf 2026/27 besonders zu achten wäre
Es gibt Indikatoren, die wesentlich aussagekräftiger wären als die Mobilisierungskarten allein. Träten mehrere der folgenden Punkte innerhalb kurzer Zeit gemeinsam auf, würde sich die Lage qualitativ verändern:
- Polen beginnt mit einer ungewöhnlich großen Reservisteneinberufung.
- Deutschland aktiviert größere Teile seiner Reserve.
- Die NATO verlegt größere Kampfverbände dauerhaft nach Polen/Baltikum.
- Russland verlegt gleichzeitig größere Verbände nach Belarus oder Kaliningrad.
- Russland führt ungewöhnliche Mobilisierungsmaßnahmen durch.
- Die NATO beginnt mit größeren zivilen Evakuierungs- oder Versorgungsvorbereitungen.
- Großbritannien oder Deutschland ändern ihre Reisewarnungen bzw. Zivilschutzempfehlungen drastisch.
- NATO-Staaten beginnen, bestimmte kritische Infrastruktur militärisch zu sichern.
- Luftwaffe und Luftverteidigung gehen in eine ungewöhnliche permanente Bereitschaft.
- Gleichzeitig kommt es zu einem schweren Zwischenfall an der NATO-Ostgrenze.
VI. Einschätzung
Ein belastbarer Beweis für einen geheim beschlossenen NATO-Russland-Krieg liegt derzeit nicht vor.
Was sich jedoch beobachten lässt, ist möglicherweise ein grundsätzlicheres Risiko: Beide Seiten bereiten sich zunehmend auf einen Krieg vor, den sie offiziell verhindern wollen. Die NATO nennt das Abschreckung, Russland nennt seine Maßnahmen Verteidigung gegen NATO-Einkreisung – beide Argumentationen können gleichzeitig existieren.
Genau dadurch kann ein einzelnes Ereignis – ein Drohnenangriff, ein Abschuss, eine Sabotageaktion, ein Grenzzwischenfall oder eine Operation mit unklarer Urheberschaft – eine Dynamik auslösen, die niemand ursprünglich geplant haben muss. Das erscheint derzeit als das realistischere Risiko im Vergleich zur Vorstellung eines bereits festgelegten Datums für einen großen NATO-Russland-Krieg.
Für die weitere Beobachtung bietet es sich an, Polen, Belarus, Kaliningrad, das Baltikum, Deutschland und Großbritannien als zusammenhängenden Frühwarnraum zu betrachten. Gerade die Kombination aus polnischen Mobilisierungsmaßnahmen, deutscher Reserveplanung, britischer Heimatschutzvorbereitung und möglichen russischen Aktivitäten in Belarus/Kaliningrad wäre wesentlich aussagekräftiger als jede einzelne Meldung für sich. Auffällig ist zudem, dass 2027 als Planungshorizont in mehreren NATO-Staaten unabhängig voneinander wiederkehrt – nicht als bestätigtes Kriegsdatum, sondern als Zeitpunkt, bis zu dem mehrere Staaten ihre militärische Einsatzfähigkeit erheblich erhöhen wollen.
Quellen
- Militarnyi: Poland Has Begun Sending Mobilization Cards to Citizens, 4. September 2026 — https://militarnyi.com/en/news/poland-sending-mobilization-cards-citizens/
- UA.News: In Poland, citizens have begun receiving mobilization cards, 4. September 2026 — https://ua.news/en/world/u-polshchi-gromadianam-pochali-nadsilati-mobilizatsiini-kartki
- Caliber.Az: Poland issues mobilization cards to reservists, civilians — https://caliber.az/en/post/poland-issues-mobilization-cards-to-reservists-civilians
- Reuters: NATO sees no imminent threat of attack, official says, 30. August 2026 — https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/nato-sees-no-imminent-threat-attack-official-says-2026-08-30/
- Reuters: Germany backs compulsory reservist training to strengthen armed forces, 1. Juli 2026 — https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/germany-backs-compulsory-reservist-training-strengthen-armed-forces-2026-07-01/
- Bundesregierung.de: Wehrdienst wird modernisiert / Fragen und Antworten zum Neuen Wehrdienst — https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neuer-wehrdienst-gesetzentwurf-2381580 · https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/antworten-zum-neuen-wehrdienst-2397476
- ZDFheute: Bundeswehr: Koalition will Reservisten zu Übungen verpflichten, 1. Juli 2026 — https://www.zdfheute.de/politik/kabinett-koalition-bundeswehr-reservisten-gesetz-merz-rztte-100.html
- BMVg: Reservestärkungsgesetz: Einsatzbereite Reserve – abwehrbereite Truppe, 1. Juli 2026 — https://www.bmvg.de/de/aktuelles/regierung-billigt-reservestaerkungsgesetz-6118026
- Reuters: Britain to test readiness for hybrid attack in biggest defence drill for decades, 14. Juli 2026 — https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/britain-test-readiness-hybrid-attack-biggest-defence-drill-decades-2026-07-14/
- UK Defence Journal: UK to hold largest home defence exercise in decades, 14. Juli 2026 — https://ukdefencejournal.org.uk/uk-to-hold-largest-home-defence-exercise-in-decades/
- Defence Matters: Britain Plans Largest Home-Defence Exercise in Decades to Test Hybrid-Attack Readiness, 15. Juli 2026 — https://defencematters.eu/britain-home-defence-exercise-hybrid-attacks/
- GOV.UK: Chief of the Defence Staff speech – 15 December 2025 — https://www.gov.uk/government/speeches/chief-of-the-defence-staff-speech-15-december-2025
- The Guardian: Army chief says UK must double its lethality or be prepared..., Juli 2024 — https://www.theguardian.com/uk-news/article/2024/jul/23/british-defence-chief-vows-to-triple-fighting-power-but-shies-away-from-conscription
- NATO: Strengthening NATO's eastern flank — https://www.nato.int/en/what-we-do/deterrence-and-defence/strengthening-natos-eastern-flank
- RFE/RL: Baltic States Arm For Russian Threat As Leaked Letter Shows Growing Fears — https://www.rferl.org/a/baltics-russia-security-threat-eu-letter-nato-defense/33840594.html
- CNN: CIA Director John Ratcliffe was in Moscow to warn Russia against attacking NATO and encourage cutting off Iran, 27. August 2026 — https://www.cnn.com/2026/08/27/politics/john-ratcliffe-cia-moscow-visit
- UPI: CIA director visited Moscow to warn against attacking NATO countries, 27. August 2026 — https://www.upi.com/Top_News/US/2026/08/27/cia-director-visits-moscow-russian-threat-nato/3331787838903/
- Axios: CIA director Ratcliffe floated Trump-Putin-Zelensky summit during Moscow visit, sources say — https://www.axios.com/2026/08/29/cia-director-ratcliffe-putin-zelensky-summit-war
- Council on Foreign Relations: Making Sense of John Ratcliffe's Trip to Moscow, 2. September 2026 — https://www.cfr.org/articles/making-sense-of-john-ratcliffes-trip-to-moscow
- dpa via Yahoo Nachrichten: EU: Warnung vor möglichem russischem Angriff ab 2028 — https://de.nachrichten.yahoo.com/eu-warnung-m%C3%B6glichem-russischem-angriff-094118253.html
- Reuters: Estonia says Russia planning military buildup to shift power in Europe, 10. Februar 2026 — https://www.reuters.com/world/china/estonia-says-russia-planning-military-buildup-shift-power-europe-2026-02-10/
- Euronews: Estlands Auslandsgeheimdienst: Russland bleibt ein gefährliches Land, 11. Februar 2026 — https://de.euronews.com/2026/02/11/russland-angriff-nato-gefahrlich-berlin
- Wikipedia: 2026 Ukrainian drone incursions into the Baltic states — https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Ukrainian_drone_incursions_into_the_Baltic_states
- Meduza: WSJ: Russian military held drills to prepare for mobilization, August 2026 — https://meduza.io/en/news/2026/08/24/wsj-russian-military-held-drills-to-prepare-for-mobilization
- Ukrainska Pravda: WSJ reports Russian military tested mobilisation procedures in Kaliningrad Oblast — https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/08/23/8049970/
- Financial Times: Don't write off Russia's defence industry yet — https://www.ft.com/content/369558d0-357c-41e7-aa1e-dc1c1c07457d
- Reuters: Finland's Stubb tells German newspaper Russia unlikely to risk attack on NATO, 29. August 2026 — https://www.reuters.com/world/finlands-stubb-tells-german-newspaper-russia-unlikely-risk-attack-nato-2026-08-29/
Dieser Beitrag versteht sich als unpolitische, sachliche Einordnung öffentlich zugänglicher Berichte und Aussagen von Militärs, Geheimdiensten und Regierungsvertretern. Er trifft keine eigene Prognose über einen möglichen Kriegsverlauf.































