von Holger H. Hohlfeld
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10. September 2026
Die andere Seite von 9/11: Was die offizielle Version nicht erklärt Dieser Bericht führt sämtliche in diesem Gespräch erarbeiteten Informationen in voller Ausführlichkeit zusammen — jede Person mit ihrem Hintergrund, jede Studie mit ihrer Methodik, jeder Zeuge mit seiner vollständigen Aussage, jede Theorie mit ihrer Begründung, und jede Gegenevidenz mit ihrer eigenen Argumentation. TEIL A: DIE OFFIZIELLE DARSTELLUNG ALS AUSGANGSPUNKT Die 9/11-Kommission (National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States) untersuchte nicht nur den unmittelbaren Ablauf der Anschläge, sondern auch Geheimdienste, Strafverfolgung, Einwanderung, Flugsicherheit, Terrorismusfinanzierung und die politische Reaktion darauf. Sie wertete dafür mehr als 2,5 Millionen Dokumente aus und führte über 1.200 Interviews in zehn Ländern. Ihr Kernbefund: Vier Verkehrsflugzeuge wurden entführt. Zwei trafen das World Trade Center, eines das Pentagon. United Airlines Flug 93 stürzte bei Shanksville, Pennsylvania, ab, nachdem Passagiere und Besatzungsmitglieder versucht hatten, die Entführer zu überwältigen. Die 19 Entführer wurden al-Qaida unter Osama bin Laden zugeordnet. Die Kommission stellte zugleich fest, dass die Anschläge durch erhebliche Versäumnisse bei Geheimdiensten, Grenzkontrolle, Flugsicherheit und Informationsaustausch begünstigt worden seien, und dokumentierte, dass NORAD-Offizielle ihr gegenüber teils fehlerhafte Angaben machten. Für die technische Analyse der Gebäudeeinstürze war nicht die Kommission zuständig, sondern das National Institute of Standards and Technology (NIST). Im Bericht NCSTAR 1 (2005) zu den Zwillingstürmen lautet die Kernthese: Der Flugzeugeinschlag beschädigte tragende Außen- und Kernstützen, riss Brandschutzmaterial von Stahlbauteilen ab und verteilte brennendes Kerosin über mehrere Stockwerke. Die daraus resultierenden, mehrstöckigen Brände von bis zu rund 1.000 °C schwächten Decken und Stützen so weit, dass die durchhängenden Decken die Außenstützen nach innen zogen, bis ein progressiver, gravitationsgetriebener Kollaps einsetzte. Im Bericht NCSTAR 1A (2008) zu WTC 7 lautet die Kernthese: Trümmer von WTC 1 entzündeten Brände auf mehreren Stockwerken, die Wasserversorgung der Sprinkleranlagen war beeinträchtigt, thermische Ausdehnung von Trägern und Decken führte zum Versagen einer Verbindung im Bereich der Stütze 79, was eine Kaskade von Boden- und Stützenversagen auslöste — beginnend im östlichen Gebäudebereich, sich ausbreitend über das gesamte Gebäude. NIST erklärte ausdrücklich, keine Belege für Sprengstoffe oder Explosionen gefunden zu haben. Gestützt wird diese Kollapserklärung durch unabhängige, fachzeitschriftlich veröffentlichte strukturingenieurwissenschaftliche Literatur — insbesondere die Analyse der Bauingenieure Zdeněk Bažant und Mathieu Verdure von der Northwestern University. Sie zeigten rechnerisch, dass ein progressiver Kollaps allein durch die Schwerkraft physikalisch erklärbar ist, sobald ein bestimmtes „Energiekriterium“ erfüllt ist — und genau dieses Kriterium sei beim World Trade Center nach ihren Berechnungen um eine ganze Größenordnung übererfüllt gewesen. Sobald die oberen Stockwerke einmal ins Rutschen gerieten, habe allein ihr Eigengewicht genug Energie geliefert, um die darunterliegenden Stockwerke der Reihe nach zum Einsturz zu bringen — ganz ohne zusätzliche Sprengladungen. Zugleich bestehen reale methodische Grenzen der offiziellen Untersuchungen. Die 9/11-Kommission war eine politisch beauftragte Untersuchung mit begrenztem Mandat, keine technische Bauwerksanalyse — diese Aufgabe übernahm allein NIST. Für WTC 7 stand kein eindeutig identifizierbarer Original-Stahlträger mehr zur Verfügung; NIST musste sich auf Computermodelle stützen statt auf eine physische Materialanalyse des Bruchpunkts. Die NIST-Berichte selbst wurden zwar intern und extern begutachtet, durchliefen aber kein klassisches akademisches Peer-Review-Verfahren — ein Punkt, der später auch gegen die Gegenstudien der Kritiker ins Feld geführt wird, die ebenfalls kein Peer-Review durchliefen. TEIL B: GEHEIMDIENSTE, VORWARNUNG UND DIE MÄNNER, DIE MAN KOMMEN SAH Eine der am besten belegten Kritiklinien betrifft nicht die physische Durchführung der Anschläge, sondern das vorherige Verhalten der Behörden. Die CIA wusste bereits vor dem 11. September, dass Nawaf al-Hazmi und Khalid al-Mihdhar Kontakte zu al-Qaida hatten. Die beiden Männer wurden in Malaysia bei einem Treffen mit mutmaßlichen al-Qaida-Kontakten beobachtet und reisten anschließend in die Vereinigten Staaten ein. Nach den verfügbaren Untersuchungsunterlagen informierte die CIA das FBI jedoch erst am 24. August 2001 — drei Wochen vor den Anschlägen — über ihre Anwesenheit in den Vereinigten Staaten. Dadurch konnten die beiden Männer über längere Zeit in den USA leben, Wohnungen anmieten, Flugunterricht nehmen und Kontakte aufbauen, ohne rechtzeitig umfassend überwacht zu werden. Unterstützt wurden al-Hazmi und al-Mihdhar in San Diego unter anderem von Omar al-Bayoumi. Die 9/11-Kommission bewertete Bayoumi in ihrem Abschlussbericht vergleichsweise zurückhaltend und bezeichnete ihn als freundlich und hilfsbereit, ohne nachgewiesene Kenntnis eines terroristischen Plans. Neuere Veröffentlichungen und Gerichtsunterlagen zeichnen ein anderes Bild: Berichte von BBC und ProPublica verweisen auf zusätzliches Material, das Bayoumis Kontakte zu saudischen Stellen und zu extremistischen Netzwerken deutlich stärker erscheinen lässt, als dies im ursprünglichen Bericht der Kommission dargestellt wurde. Auch andere Warnsignale lagen den Behörden bereits im Vorfeld vor: Hinweise zu Mohammed Atta, zu Zacarias Moussaoui und zu einer als „Planes Operation“ bezeichneten Bedrohungslage. Diese Informationen blieben in unterschiedlichen Behörden und Zuständigkeitsbereichen voneinander getrennt und wurden nicht zusammengeführt. Die Vorstellung, dass Passagierflugzeuge selbst als Waffen gegen Gebäude eingesetzt werden könnten, wurde von den zuständigen Stellen nicht in konkrete Schutzmaßnahmen übersetzt. 15 der 19 Entführer stammten aus Saudi-Arabien. Mehrere von ihnen unterhielten Kontakte zu saudischen Staatsangehörigen, zu religiösen Einrichtungen und zu Personen, die möglicherweise selbst Nachrichtendienstkontakte hatten. Die sogenannten „28 Seiten“ des gemeinsamen Kongressberichts von Senat und Repräsentantenhaus aus dem Jahr 2002 enthielten entsprechende Hinweise und Ermittlungsansätze zu saudischen Personen und Netzwerken. Sie wurden zunächst vollständig geheim gehalten und erst im Jahr 2016 — und auch dann nur mit Schwärzungen — veröffentlicht. Der freigegebene Inhalt nennt unter anderem Namen saudischer Personen, die mit den Entführern in Kontakt standen, Hinweise auf mögliche Unterstützer in Kalifornien sowie Verbindungen zu saudischen Diplomaten und religiösen Einrichtungen. Neuere Gerichtsunterlagen und journalistische Recherchen haben diese Fragen zuletzt verstärkt: Die BBC berichtete über ein Flugzeugdiagramm mit einer Abstiegsberechnung sowie über weiteres Material, das Ermittlern und der 9/11-Kommission offenbar nicht vollständig zugänglich gewesen sei. Der juristische und politische Streit über die Verantwortlichkeit Saudi-Arabiens ist bis heute nicht abgeschlossen. Das Pentagon-Überwachungsprogramm „Able Danger“ soll nach Angaben von Kritikern wie Daniele Ganser einzelne der späteren Entführer bereits vor den Anschlägen identifiziert haben — bis heute ein nicht vollständig aufgeklärter Punkt der Debatte. Pakistan und Omar Saeed Sheikh: Der pakistanische Geheimdienst ISI und der Extremist Omar Sheikh werden ebenfalls regelmäßig genannt. Omar Sheikh wird mit der späteren Entführung des Journalisten Daniel Pearl in Verbindung gebracht, und es gibt Hinweise auf Verbindungen zu pakistanischen Geheimdienstkreisen. Berichten zufolge soll General Mahmoud Ahmad, der damalige Chef des ISI, eine Geldüberweisung an Mohammed Atta veranlasst haben. Pakistan war zur gleichen Zeit enger US-Partner im „Krieg gegen den Terror“ und unterhielt gleichzeitig über Jahre Verbindungen zu verschiedenen islamistischen Gruppierungen. Israel und der „Dancing Israelis“-Fall: Am 11. September wurden in New Jersey fünf israelische Staatsangehörige festgenommen, nachdem sie beim Beobachten und Filmen der brennenden Türme auffällig geworden waren. Der Fall wirft mehrere bis heute nicht vollständig beantwortete Fragen auf: Warum filmten diese Personen die brennenden Türme? Für wen arbeiteten sie? Warum wurden sie festgenommen und später abgeschoben, statt weiter befragt zu werden? Welche Erkenntnisse hatten FBI und Geheimdienste zu diesem Zeitpunkt über ihre Aktivitäten? In diesem Zusammenhang besteht weiterhin der Wunsch nach mehr Transparenz über die damaligen Vernehmungen, die vorliegenden Geheimdienstinformationen und die behördlichen Bewertungen des Falls. Die Identität der 19 Entführer: In den ersten Tagen nach den Anschlägen nannten mehrere Medienberichte einzelne der später als Entführer identifizierten Personen als noch am Leben. Die endgültige Identifizierung der 19 Entführer erfolgte erst im Nachhinein und stützte sich auf eine Kombination verschiedener Quellen und Verfahren — darunter Passagier- und Flugunterlagen, Videoaufnahmen, Einwanderungs- und Visadaten, Kreditkarten- und Finanzspuren, Flugschulen, Wohnungen und Mietverträge, Zeugenaussagen sowie DNA- und forensische Untersuchungen. Die Telefonanrufe aus den Flugzeugen: Kritiker bezweifeln einzelne der dokumentierten Telefonanrufe von Passagieren und Besatzungsmitgliedern aus den entführten Flugzeugen. Dabei wird insbesondere auf die damaligen technischen Möglichkeiten von Mobiltelefonen verwiesen, die aus großer Flughöhe nach damaligem Stand nur eingeschränkt funktionsfähig gewesen seien. Hinzu kommt, dass einzelne Gesprächsdetails im Nachhinein unterschiedlich überliefert wurden. TEIL C: DER PLAN, DER EIN JAHR VOR DER TAT SCHON GESCHRIEBEN STAND Ein Jahr vor den Anschlägen veröffentlichte der neokonservative Thinktank „Project for the New American Century“ (PNAC) — mitbegründet von späteren Schlüsselfiguren der Bush-Regierung wie Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz und Jeb Bush, mit William Kristol und Robert Kagan als weiteren Mitgründern — das Strategiepapier „Rebuilding America's Defenses“. Darin findet sich ein Satz, der seither in der Kritikerszene wie ein Fanal zitiert wird: Der Prozess der Transformation der amerikanischen Verteidigungsstruktur werde vermutlich lange dauern, „absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor“ — es sei denn, es geschehe ein katastrophales und katalysierendes Ereignis wie ein neues Pearl Harbor. Ein Jahr später lieferte der 11. September nach Ansicht der Kritiker genau das: ein katastrophales Ereignis, das jene politische und militärische Transformation auslöste, die im PNAC-Papier bereits skizziert war — von der massiven Aufrüstung über die Invasionen in Afghanistan und Irak bis zur Ausweitung der Überwachungsbefugnisse. Der Theologieprofessor David Ray Griffin machte diesen Satz später zum Titel seines einflussreichsten Buches: „The New Pearl Harbor“. Befürworter der offiziellen Version halten dagegen, die Passage sei eine geopolitische Prognose gewesen, keine Handlungsanweisung — Kritiker sehen darin hingegen ein „load-bearing evidence of intent“, wie es in englischsprachigen Debattenbeiträgen heißt. TEIL D: EIN VORMITTAG VOLLER KRIEGSSPIELE Am Morgen des 11. September 2001 liefen beim US-Luftverteidigungskommando NORAD nicht nur eine, sondern gleich mehrere Militärübungen gleichzeitig: „Vigilant Guardian“, das halbjährliche NORAD-Kommandopostenmanöver, das laut 9/11-Kommissionsbericht offiziell einen Bomberangriff der früheren Sowjetunion simulierte — nach Aussagen mehrerer beteiligter Offizierer und nach Recherchen des Journalisten Michael Ruppert habe die Übung jedoch tatsächlich ein Entführungsszenario im Nordosten der USA beinhaltet, exakt jenes Szenario, das an diesem Morgen real eintrat. Parallel liefen „Global Guardian“ (ein jährliches Kommandoebenen-Manöver des United States Strategic Command zur Überprüfung nuklearer Kommando- und Kontrollverfahren, bei dem laut Berichten drei Dutzend echte Atomwaffen auf interkontinentale Bomber in North Dakota, Missouri und Louisiana geladen worden seien), „Vigilant Warrior“ sowie „Northern Vigilance“, das einen Großteil der einsatzbereiten Abfangjäger von der Ostküste weg nach Kanada und Alaska verlegt hatte. Zusätzlich probte im April 2001 ein NORAD-Kriegsspiel bereits das Szenario einer funktionsunfähigen Pentagon-Führung, wobei ein NORAD-Planer den simulierten Absturz eines entführten ausländischen Verkehrsflugzeugs auf das Pentagon vorschlug — die Vereinigten Generalstabschefs lehnten dieses Szenario jedoch als „zu unrealistisch“ ab. Am Morgen des 11. September selbst probte zudem das National Reconnaissance Office in Virginia den Absturz eines kleinen Flugzeugs auf das eigene Hauptgebäude, nur wenige Kilometer vom Washington Dulles International Airport entfernt. NORAD-Radarschirme zeigten an diesem Morgen zeitweise bis zu 22 vermeintlich entführte Flugzeuge gleichzeitig — Realität und Übungsszenario waren für die Operatoren im Kontrollraum zeitweise kaum noch zu unterscheiden; laut einem 9/11-Kommissionsinterview mit dem kanadischen Generalleutnant Rick Findley, damals Battle Staff Director am Cheyenne Mountain Operations Center, habe die ungewöhnliche Häufung von sieben gleichzeitig laufenden Übungen — darunter mindestens zwei simulierte Entführungen (eine Boeing 747 von Tokio nach Anchorage, eine Korean-Airlines-747 von Seoul nach Anchorage) sowie eine Übung, bei der ein Flugzeug den Einschlag in ein Gebäude simulierte (National Reconnaissance Office) — eine gegenüber anderen Jahren beispiellose Situation dargestellt. General Eberhart erklärte demgegenüber, nach dem ersten tatsächlichen Anschlag habe man binnen etwa 30 Sekunden von Übung auf Realbetrieb umgeschaltet. Kritiker wie Michael Ruppert argumentieren dennoch, genau diese Verwirrung habe die Reaktionszeit der Luftverteidigung entscheidend verzögert — eine Verzögerung, die sich ein tatsächlicher Angreifer kaum hätte besser planen können. TEIL E: WTC 7 — DAS GEBÄUDE, DAS NIEMAND TRAF Das 47-stöckige World Trade Center Building 7 stürzte am 11. September um 17:20:52 Uhr ein. Es wurde von keinem Flugzeug getroffen. Das Gebäude brannte mehrere Stunden, nachdem Trümmer des Nordturms Schäden verursacht und Brände ausgelöst hatten. Der Einsturz erschien auf Videoaufnahmen nahezu senkrecht und symmetrisch. Kurz vor dem äußeren Kollaps des Gebäudes verschwand zudem sichtbar das östliche Penthouse. NIST selbst bestätigt: Für einen Teil des Einsturzes — konkret die Phase von 1,75 bis 4,0 Sekunden innerhalb des insgesamt 5,4 Sekunden dauernden Gesamtkollapses — bewegte sich die Fassade annähernd mit Fallgeschwindigkeit, also im sogenannten freien Fall. Der Schweizer Historiker Daniele Ganser stellt der offiziellen Version seit 2005 zwei Gegenmodelle entgegen: die LIHOP-These („Let it happen on purpose“) und die MIHOP-These („Make it happen on purpose“). Er argumentiert, alle drei Erklärungen seien im neutralen Sinne „Verschwörungstheorien“ und müssten wissenschaftlich gleichermaßen geprüft werden. Seine zentralen Einwände zu WTC 7: Die Feuer-Erklärung sei nicht beweisbar, weil kein Original-Stahlträger des Gebäudes erhalten geblieben sei; seit 2019 betrachtet Ganser eine Sprengung als „bewiesen“, gestützt auf eine Studie der University of Alaska Fairbanks unter Leitung des Bauingenieurs J. Leroy Hulsey, die der NIST-Erklärung widerspricht und Feuer als alleinige Ursache ausschließt. Ganser geht dabei so weit, WTC 7 als mutmaßliche „geheime Kommandozentrale“ der 9/11-Terroranschläge zu bezeichnen, die absichtlich gesprengt worden sei, um „alle Spuren zu verwischen“. Auch Richard Gage und seine 2006 gegründete Organisation Architects & Engineers for 9/11 Truth (AE911Truth) — deren Petition für eine neue, unabhängige Untersuchung nach Angaben der Organisation zeitweise von über 3.500 Architekten und Ingenieuren mit verifizierten akademischen Abschlüssen unterzeichnet wurde, hinzu kämen mehr als 21.500 weitere Unterstützer aus den USA und dem Ausland — argumentieren: Die annähernde Fallgeschwindigkeits-Phase setze eine plötzliche, gleichzeitige Entfernung tragender Stützen voraus, ein Vorgang, den ein feuerbedingter, fortschreitender Kollaps ihrer Ansicht nach nicht erklären könne. Zahlreiche qualifizierte Augenzeugen hätten zudem mehrere Tonnen geschmolzenen Metalls in den Trümmern beschrieben; FEMA habe in einer eigenen Untersuchung Hinweise auf schnelle Oxidation und intergranulare Schmelzung an Stahlproben festgestellt. WTC 7 sei asymmetrisch von Bränden betroffen gewesen, sei jedoch symmetrisch und nahezu senkrecht eingestürzt — was nach Ansicht der Organisation eher für eine kontrollierte Sprengung als für ein feuerbedingtes Versagen spreche. Der akademische Kritiker Christoph Kummer wirft Ganser insgesamt vor, wissenschaftliche Studien zu verschweigen, die die NIST-Untersuchung bestätigen, Fakten unpräzise darzustellen oder wegzulassen, angebliche Widersprüche selektiv auszuwählen und für seine eigenen, spekulativen Erklärungen keine positiven Belege zu liefern. Die Hulsey/UAF-Studie selbst durchlief kein klassisches akademisches Peer-Review-Verfahren; öffentlich zugängliche Fachkommentare, gesammelt und veröffentlicht von AE911Truth selbst, bemängeln zudem, dass darin nur zwei von zehn betroffenen Stockwerken modelliert und keine tatsächlichen Brandverläufe simuliert wurden. NIST selbst erklärt die freie Fallphase als Folge eines bereits weit fortgeschrittenen internen Stützenversagens, nicht als eigenständigen Sprengungsbeweis — der freie Fall allein beweise nicht, wodurch die inneren Stützen versagt hätten. Larry Silverstein und „Pull it“: Der Immobilienentwickler Larry Silverstein hatte erst sechs Wochen vor den Anschlägen einen 99-Jahres-Pachtvertrag über 3,2 Milliarden Dollar für das gesamte World Trade Center unterzeichnet — der einzige Eigentümerwechsel seit Eröffnung des Komplexes 1973, zuvor im Besitz der Hafenbehörde von New York und New Jersey. Silverstein selbst brachte für den Deal nur 14 Millionen Dollar eigenes Geld auf, seine Partner steuerten weitere 111 Millionen bei, Banken stellten 563 Millionen Dollar an Krediten. Während die Hafenbehörde zuvor lediglich 1,5 Milliarden Dollar Versicherungsdeckung für alle ihre Gebäude einschließlich des WTC gehalten hatte, bestanden Silversteins Kreditgeber auf einer deutlich höheren Deckung — letztlich wurden 3,55 Milliarden Dollar Versicherungssumme vereinbart. Nach den Anschlägen beantragte Silverstein eine doppelte Auszahlung dieser Summe, da er argumentierte, die beiden Flugzeugeinschläge stellten zwei separate Schadensereignisse dar. In der PBS-Dokumentation „America Rebuilds“, ursprünglich im September 2002 ausgestrahlt, äußerte sich Silverstein zu WTC 7 wörtlich wie folgt: Er erinnere sich an einen Anruf des Feuerwehrkommandanten, der ihm mitteilte, man sei sich nicht sicher, das Feuer eindämmen zu können; er habe geantwortet, man habe bereits einen so schrecklichen Verlust an Menschenleben erlitten, „vielleicht ist das Klügste, es zu ziehen“ ('pull it'), und man habe sich entschieden, „es zu ziehen“, woraufhin man den Einsturz des Gebäudes beobachtet habe. In derselben Dokumentation bezeichnete ein Aufräumarbeiter auch den geplanten Abriss des benachbarten Gebäudes WTC 6 mit demselben Ausdruck. Für Kritiker ist „pull it“ ein feststehender Fachbegriff aus der kontrollierten Sprengung — das gezielte „Ziehen“ eines vorbereiteten Gebäudes durch bereits verlegte Sprengladungen. Verteidiger der offiziellen Version entgegnen, Silverstein habe damit möglicherweise gemeint, die Feuerwehrmannschaften aus dem einsturzgefährdeten Gebäude „abzuziehen“ (die Rettungskräfte zurückzuziehen), nicht das Gebäude physisch zu sprengen — eine Deutung, die von den Kritikern als nachträgliche Beschönigung zurückgewiesen wird. TEIL F: DIE ZWILLINGSTÜRME UND DER STAUB, DER SPRENGSTOFF ENTHIELT Bei den Zwillingstürmen selbst führen Kritiker regelmäßig an: Stahl müsse schmelzen, damit ein Gebäude einstürzen könne; die Einstürze seien zu symmetrisch gewesen; die Gebäude seien annähernd mit Fallgeschwindigkeit eingestürzt; es habe Explosionen und sogenannte „squibs“ — kleine, aus einzelnen Stockwerken herausgeschleuderte Druckwolken — gegeben; in den Trümmern seien geschmolzenes Metall und rote Flüssigkeiten beobachtet worden; die Türme seien nach Angaben der Erbauer für den Einschlag eines Flugzeugs ausgelegt gewesen; es gebe Berichte über Sprengstoff- oder Thermitspuren. Das wissenschaftlich am weitesten ausgearbeitete Argument stammt vom dänischen Chemieprofessor Niels Harrit, langjähriger außerplanmäßiger Professor am Institut für Chemie der Universität Kopenhagen und Autor beziehungsweise Koautor von rund 60 begutachteten Fachpublikationen. 2009 veröffentlichte er gemeinsam mit acht weiteren Wissenschaftlern — darunter dem US-Physiker Steven E. Jones — im „Open Chemical Physics Journal“ die Studie „Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe“. Sie untersuchten vier unabhängig voneinander gesammelte Staubproben vom Ground Zero: eine, gesammelt von einem Manhattan-Bewohner rund zehn Minuten nach dem Einsturz des zweiten Turms, zwei am folgenden Tag, eine vierte etwa eine Woche später. Mittels optischer Mikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie, Röntgenspektroskopie und Differenzkalorimetrie fanden sie in allen vier Proben übereinstimmende rot-graue Partikel und kamen zu dem Schluss, deren chemische Signatur passe zu nanothermitischem Material — einem hochenergetischen Stoffgemisch, wie es unter anderem in der Sprengtechnik Verwendung findet. Der kanadische, emeritierte Bauingenieurprofessor Robert Korol, Fellow der Canadian Society of Civil Engineering, veröffentlichte 2017 gemeinsam mit dem Physiker Steven Jones, dem Ingenieur Anthony Szamboti und dem AE911Truth-Direktor Ted Walter im Fachmagazin „Europhysics News“ — herausgegeben von der European Physical Society — eine ergänzende Studie mit dem Titel „15 Years Later: On the Physics of High-Rise Building Collapses“. Darin argumentieren die Autoren, die wahrscheinlichste Erklärung sei eine kontrollierte Explosion, höchstwahrscheinlich unter Verwendung von Thermit; für den Kollaps der kritischen Stütze 79 in WTC 7 hätten rund 67 Prozent ihrer tragenden Stahlfestigkeit verloren gehen müssen, was Temperaturen von etwa 660 °C vorausgesetzt hätte. Die Studie sammelte nach eigenen Angaben Unterschriften von 2.936 Architekten und Ingenieuren, darunter 19 mit kanadischen Abschlüssen. Als der dänische Journalist Søren Villemoes Harrit in einem 2012 in der Wochenzeitung „Weekendavisen“ veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Madness in the Royal Library“ öffentlich als „Spinner“ bezeichnete, verklagte Harrit sowohl den Journalisten als auch dessen Redaktion wegen Verleumdung. Nach einer Niederlage vor dem Kopenhagener Stadtgericht am 16. August 2013 ging der Fall in die Berufung vor dem dänischen Landgericht (Østre Landsret), das den Fall für den 12. März 2015 terminierte. Vor Gericht projizierte Harrit ein Video des WTC-7-Einsturzes wieder und wieder an die Wand des Gerichtssaals und erläuterte den Richtern, was dabei physikalisch geschehe — eine Vorführung, die er später als seinen größten Erfolg dieses Gerichtstages bezeichnete. Als Zeuge trat auch sein Kollege Per Hedegård auf, Physikprofessor am Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen. In dänischen Medien — darunter TV2, Politiken, Jyllands-Posten, Ekstra Bladet, Ingeniøren und Kristeligt Dagblad — wurde die ursprüngliche Studie bereits 2009 ausführlich diskutiert; TV2NEWS interviewte Harrit unmittelbar nach Veröffentlichung fast zehn Minuten lang. Gegenposition/Evidenzlage: Dem Nanothermit-Fund steht eine ebenso detaillierte Gegenstudie entgegen. 2012 veröffentlichte der Materialwissenschaftler James Millette von MVA Scientific Consultants einen eigenen Untersuchungsbericht zu Proben derselben Art. Sein Ergebnis widerspricht der Harrit-Studie fundamental: Die fraglichen Chips bestünden aus Eisenoxid-Pigment, Kaolin-Ton und Epoxidharz — eine chemische Zusammensetzung, die exakt zu gewöhnlicher Grundierfarbe (Primer) passe, wie sie in Stahlkonstruktionen serienmäßig verwendet wird. Elementares Aluminium, das für eine echte Thermitreaktion zwingend erforderlich wäre, konnte Millette in den Proben nicht nachweisen. Bis heute ist die ursprüngliche Nanothermit-These von Harrit und Kollegen nicht unabhängig repliziert worden — ein Punkt, den auch kritische Naturwissenschaftler als gewichtiges Gegenargument werten. Auch bei den berichteten Funden von „geschmolzenem Metall“ in den Trümmern verweist NIST auf eine naheliegendere Erklärung: Reines Eisen schmilzt erst bei rund 1.500 °C, während die Bürobrände in den Türmen nach NIST-Berechnungen maximal etwa 1.000 °C erreichten. Das beobachtete geschmolzene Material, so die Behörde, stamme wahrscheinlich von den Aluminiumlegierungen der abgestürzten Flugzeuge selbst, deren Schmelzpunkt deutlich niedriger liegt. Und anders als bei WTC 7 wurden für die Zwillingstürme selbst tatsächlich geborgene Stahlteile analysiert (dokumentiert in NIST NCSTAR 1-3) — die methodische Einschränkung fehlender Stahlproben betrifft in erster Linie WTC 7, nicht WTC 1 und 2. Große Teile des geborgenen Stahls wurden zudem bereits früh abtransportiert und eingeschmolzen, was eine spätere unabhängige Untersuchung erschwerte — ein real bestehender, von beiden Seiten der Debatte anerkannter Kritikpunkt an der Beweissicherung. TEIL G: DER WHISTLEBLOWER AUS DEM EIGENEN LABOR Der Chemiker Kevin Ryan war in den frühen 2000er-Jahren Site Manager bei Environmental Health Laboratories (EHL) in South Bend, Indiana, einer Tochtergesellschaft von Underwriters Laboratories (UL) — jenem globalen Sicherheits- und Zertifizierungsunternehmen, das unter anderem Brandwiderstandsbewertungen für Stahlbauteile zur Einhaltung der New Yorker Bauvorschriften bereitstellt und das den im World Trade Center verbauten Stahl ursprünglich zertifiziert hatte. Nur wenige Wochen nach den Anschlägen besuchte der damalige UL-Geschäftsführer Loring Knoblauch Ryans Labor und versicherte den Mitarbeitern in einer Rede, UL habe den Stahl im World Trade Center zertifiziert und man könne stolz darauf sein, dass die Gebäude unter derart intensiven Bedingungen so lange gestanden hätten. Ryans Neugier wurde 2003 geweckt, als er begann, UL-eigene Testergebnisse mit der sich entwickelnden offiziellen Erklärung zu vergleichen — der sogenannten „Pancake-Theorie“, wonach sich Deckenkonstruktionen erhitzt, durchgehangen und geschwächt hätten, bevor sie stockwerkweise übereinander zusammenbrachen, wie sie unter anderem von den FEMA-Ermittlern Corley und Thornton vertreten wurde. UL selbst testete im August 2004 — neun bis zehn Monate nach Ryans ersten Fragen — verschiedene Deckenkonstruktionen mit unterschiedlichen Mengen an Brandschutzmaterial im Auftrag von NIST. Im November desselben Jahres schrieb Ryan einen offenen Brief direkt an Frank Gayle, den Leiter der NIST-Untersuchung zu den Zwillingstürmen, und stellte öffentlich infrage, wie ein durch Bürobrände verursachtes, vergleichsweise moderates Erhitzen von Stahl zu dessen vollständigem strukturellem Versagen habe führen können, wenn UL-eigene Zertifizierungstests zuvor eine weitaus höhere Temperaturbeständigkeit belegt hätten. Eine Woche nach diesem Brief wurde Ryan von UL entlassen. Ein UL-Sprecher namens Baker erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, Ryan sei entlassen worden, weil er seine eigene Meinung als institutionelle Meinung und Überzeugung von UL dargestellt habe; der Inhalt seiner Argumentation selbst sei „bestenfalls fragwürdig“ und schlicht falsch gewesen. Ryan wurde in der Folge Mitglied der Gruppe „Scholars for 9/11 Truth and Justice“, Mitherausgeber des „Journal of 9/11 Studies“, Ko-Autor der oben beschriebenen Nanothermit-Studie von Niels Harrit und Autor des Buches „Another 19“, in dem er alternative Verdächtige jenseits der offiziell benannten 19 Entführer benennt. Auch die frühere JPMorgan-IT-Beraterin Indira Singh wird in diesem Zusammenhang häufig als weiteres Beispiel genannt — sie will bei der Untersuchung von Geldflüssen rund um 9/11 auf Widerstand innerhalb ihres eigenen Unternehmens gestoßen sein. TEIL H: DIE STIMMEN, DIE MAN NICHT HÖREN WOLLTE — AUGENZEUGEN UND ERSTHELFER William Rodriguez war zum Zeitpunkt der Anschläge seit 19 Jahren als Haustechniker im World Trade Center beschäftigt, zuständig für Instandhaltung und Sicherheit der Treppenhäuser im 110-stöckigen Nordturm, und war an jenem Morgen die einzige an Ort und Stelle befindliche Person mit dem Hauptschlüssel für sämtliche Treppenhaustüren. Er befand sich im Untergeschoss des Nordturms, als American Airlines Flug 11 in das Gebäude einschlug. Nach eigener Aussage nahm er rund sieben Sekunden vor diesem Flugzeugeinschlag eine gewaltige Explosion von unterhalb seines Standorts wahr — so gewaltig, dass sie ihn nach eigener Schilderung in die Luft schleuderte; sämtliche Wände seien gerissen, die abgehängte Decke sei auf sie herabgefallen. Ein Kollege namens Felipe David sei dabei durch die Explosion schwer verbrannt worden; Rodriguez zog ihn nach eigener Aussage in Sicherheit. Anschließend führte Rodriguez Feuerwehrleute treppauf, schloss Türen auf und half Hunderten Überlebenden bei der Evakuierung, bevor er selbst noch mehrfach ins Gebäude zurückkehrte, um nach Freunden zu suchen, die im Restaurant auf der obersten Etage arbeiteten — keinen von ihnen konnte er retten. Rodriguez gilt offiziell als letzte Person, die das brennende Gebäude vor dessen Einsturz lebend verließ, indem er sich unter einen Feuerwehrwagen rettete. Er erhielt für seinen Einsatz mehrere Auszeichnungen, darunter den „National Hero Award“ des Senats von Puerto Rico, sowie eine Einladung zu einem Abendessen im Weißen Haus, bei dem er gemeinsam mit Präsident George W. Bush fotografiert wurde. 2004 sagte Rodriguez in einer nichtöffentlichen, mehrstündigen Anhörung vor der 9/11-Kommission aus und schilderte die Explosion im Untergeschoss vor dem eigentlichen Flugzeugeinschlag. Nach seiner eigenen Aussage fand diese Schilderung — ebenso wie zahlreiche andere Zeugenaussagen, die nicht zur „offiziellen Geschichte“ passten — keinen Eingang in den Abschlussbericht der Kommission. Rodriguez trat in der Folge unter anderem im Sender C-SPAN sowie bei zahlreichen Veranstaltungen zur 9/11-Wahrheitsbewegung öffentlich auf, kritisierte den Irakkrieg und äußerte wiederholt Zweifel an der Vollständigkeit der offiziellen Aufklärung. Er kontaktierte nach eigener Aussage NIST viermal ohne Antwort und fragte die Behörde schließlich direkt, ob sie vor ihrer Schlussfolgerung, Kerosin habe die Türme zum Einsturz gebracht, jemals seine Aussagen oder die anderer Überlebender berücksichtigt habe, die von Explosionen berichteten — er habe darauf nur leere Blicke und keine Antwort erhalten. Rodriguez war mit dieser Wahrnehmung nicht allein. Eine umfangreiche Quelle für solche Augenzeugenberichte sind die sogenannten „World Trade Center Task Force Interviews“ der New Yorker Feuerwehr (FDNY): rund 12.000 Seiten Zeugenaussagen von etwa 500 Feuerwehrleuten, Sanitätern und Rettungskräften, gesammelt zwischen Oktober 2001 und Januar 2002 auf Anordnung des damaligen New Yorker Feuerwehrkommissars Thomas Von Essen, der nach eigenen Worten die Erinnerungen festhalten wollte, bevor sie durch das kollektive Gedächtnis umgeformt würden. Diese Protokolle wurden erst 2005 veröffentlicht, nachdem die New York Times die Stadt New York gerichtlich dazu gezwungen hatte. Der Religionswissenschaftler Graeme MacQueen von der McMaster University wertete diese Aussagen systematisch aus und dokumentierte sie zunächst in seiner Studie „118 Witnesses: The Firefighters' Testimony to Explosions in the Twin Towers“, später in einer umfassenderen Analyse im Rahmen des „9/11 Toronto Report“. Diese identifiziert insgesamt 156 Augenzeugen, die nach eigener Aussage bewusst Explosionen wahrgenommen haben wollen — davon 135 Ersthelfer, darunter 121 Angehörige der FDNY und 14 der Hafenbehördenpolizei (Port Authority Police Department). MacQueen betont, er beanspruche nicht, bewiesen zu haben, dass die Türme durch Sprengstoff zu Fall gebracht wurden, glaube aber, die gesammelten Zeugenaussagen stärkten das Argument, dass Explosionen für die Einstürze eine entscheidende Rolle gespielt hätten. In den Interviews finden sich unter anderem folgende Schilderungen: Der Feuerwehrmann Daniel Rivera berichtete von einer Geräuschfolge, die er mit dem gezielten Zünden von Sprengladungen bei professionellen Gebäudesprengungen verglich — „pop, pop, pop, pop, pop“ — und beschrieb, wie er dachte: „Frigging noise. It was a noise“, als er nach der Ursache des Einsturzes gefragt wurde. Der Rettungssanitäter Kenny Johanneman berichtete, im Untergeschoss befindlich, dass der Aufzug plötzlich explodiert sei; er habe einen Mann mit hängender Haut aus den Trümmern gezogen und zur Ambulanz gebracht. Der Verletzte Arthur Del Bianco, später aus einem Krankenhausbett interviewt, beschrieb zunächst eine Serie von Geräuschen wie Gewehrschüsse — „BANG! BANG! BANG! BANG!“ — gefolgt von drei gewaltigen Explosionen, woraufhin alles einzustürzen begann. Überlebende aus dem Gebäude 6 World Trade Center beschrieben ein Geräusch als den lautesten Knall, den sie je gehört hätten, der über eine Sekunde nachgehallt habe. Auch aus den U-Bahn-Bereichen unterhalb des WTC-Komplexes wurden ähnliche Explosionsgeräusche gemeldet, die manche Zeugen mit dem Sprengstoffanschlag auf das World Trade Center von 1993 verglichen. Die 9/11-Kommission erwähnt in einer Fußnote, dass Feuerwehrleute in oberen Stockwerken des Nordturms, die keinen direkten Blick auf den Einsturz des Südturms hatten, mutmaßten, eine Bombe sei explodiert — interpretiert dies jedoch als Fehleinschätzung der Zeugen angesichts des tatsächlichen Gebäudeeinsturzes; laut Kommissionsbericht hätten „jene Feuerwehrleute, die nicht in der Nähe südlich gerichteter Fenster standen, keine Möglichkeit gehabt zu wissen, dass der Südturm eingestürzt war; viele vermuteten, eine Bombe sei explodiert“. NIST erklärte in seinem Abschlussbericht zu den Zwillingstürmen, es habe keine Belege gefunden, die die Hypothese einer vor dem 11. September vorbereiteten kontrollierten Sprengung stützten — eine Aussage, die nach Ansicht von MacQueen und anderen Kritikern der vorliegenden Zeugenlage widerspricht und diese ignoriere. TEIL I: DIE PILOTEN, DIE DEN DATEN NICHT TRAUTEN — DAS PENTAGON Pilots for 9/11 Truth ist eine 2006 von dem ehemaligen Linienpiloten Rob Balsamo gegründete internationale Vereinigung von Piloten und Luftfahrtexperten. Nach eigenen Angaben schlossen sich der Initiative bis 2010 mehr als 300 Luftfahrtfachleute und Ingenieure an. Die Gruppe stützt ihre Arbeit auf die Analyse von Flugschreiberdaten, Zeugenaussagen und fachliche Gutachten lizenzierter Piloten. Im Zentrum der Untersuchungen steht die Auswertung der Flight-Data-Recorder-Daten von American Airlines Flug 77 und United Airlines Flug 93. Für Flug 77 erhielt die Organisation über ein Freedom-of-Information-Act-Verfahren den NTSB-Bericht „Flight Path Study“ von 2002 samt Rohdaten und Animation. Nach Auswertung dieser Daten kommt Pilots for 9/11 Truth zu dem Ergebnis, dass die Flughöhen- und Anflugdaten dem offiziellen Ablauf widersprechen: Die Höhendaten zeigten die Maschine demnach durchgehend mindestens rund 90 Meter (etwa 300 Fuß) zu hoch, um die am Boden umgeknickten Lichtmasten entlang der Anflugstrecke gestreift haben zu können. Die berechnete Sinkrate stehe zudem im Widerspruch dazu, dass das Flugzeug — wie im „5 Frames“-Video des Verteidigungsministeriums zu sehen — nahezu parallel zum Rasen des Pentagon geflogen sein soll. Auch die im NTSB-Bericht angegebene Einschlagszeit (09:37:45 Uhr) weiche geringfügig von der im 9/11-Kommissionsbericht genannten Zeit (09:37:46 Uhr) ab. In einer späteren, detaillierteren Analyse gibt die Gruppe an, die zuletzt aufgezeichnete Flughöhe habe das Flugzeug rund 60 Meter (200 Fuß) über dem Boden platziert — was dem beschriebenen Schadenspfad und der offiziellen Darstellung eines tiefen Einschlags widerspreche. Ihre Analyse hebt zudem das Fehlen sichtbarer Flügel- oder Heckschäden in der Einschlagszone hervor sowie das vergleichsweise kleine Einschlagsloch im Vergleich zur über 36 Meter (120 Fuß) betragenden Flügelspannweite des Flugzeugtyps. Der ehemalige Linienpilot Captain Dan Hanley hat in eigenen Untersuchungen zusätzlich die Identität des Flugzeugs infrage gestellt, das ins Pentagon einschlug. Er verweist dabei auf einen CNN-Bericht vom Tag der Anschläge, in dem ein Reporter vor Ort erklärte, es gebe keine sichtbaren Hinweise darauf, dass in der Nähe des Pentagon ein Flugzeug abgestürzt sei. Nach eigener Begehung des Geländes berichtet Hanley, keine größeren Heck-, Flügel- oder Rumpfteile vorgefunden zu haben — „nichts dergleichen irgendwo in der Nähe“ — und zieht daraus die Schlussfolgerung, dass möglicherweise ein anderes Flugobjekt als eine Boeing 757, etwa ein Marschflugkörper, eingeschlagen sein könnte. Gegenposition/Evidenzlage: Diesen Argumenten steht eine umfassende forensische Beweiskette entgegen. Das FBI beauftragte das Armed Forces Institute of Pathology mit der forensischen Identifizierung sämtlicher Opfer am Dover Port Mortuary. Per DNA-Abgleich, unterstützt durch zahnmedizinische Unterlagen, wurden 50 der militärischen Todesopfer eindeutig identifiziert — nur fünf blieben nicht zuordenbar. Flugzeugtrümmer und der Flugschreiber selbst wurden geborgen, und zahlreiche unabhängige Augenzeugen berichteten übereinstimmend von einem Passagierflugzeug. Diese forensische Evidenz ist nach Ansicht der offiziellen Seite schwer mit der Vorstellung vereinbar, es sei kein echtes Passagierflugzeug beteiligt gewesen — die identifizierte DNA müsse von realen Passagieren und Besatzungsmitgliedern stammen. TEIL J: FLUG 93 — DER ABSCHUSS, DER ZEITLICH KAUM MÖGLICH WAR Eine verbreitete alternative These besagt, United-Airlines-Flug 93 sei nicht durch einen Passagieraufstand abgestürzt, sondern vom US-Militär abgeschossen worden. Bemerkenswerterweise formulierte die 9/11-Kommission selbst offene Skepsis gegenüber NORAD in diesem Punkt: Die Behörde habe stets behauptet, man hätte Flug 93 abgefangen und abgeschossen, doch die Kommission äußerte wörtlich sinngemäß, sie sei sich dessen „nicht so sicher“ gewesen. Gegenposition/Evidenzlage: Dem widerspricht die von der 9/11-Kommission rekonstruierte Zeitlinie: Die von Vizepräsident Dick Cheney erteilte Abschussautorisierung erreichte die zuständige Luftverteidigungszentrale NEADS demnach erst um 10:31 Uhr — der Absturz bei Shanksville hatte sich jedoch bereits gegen 10:03 Uhr ereignet, 28 Minuten zuvor. Diese Skepsis der Kommission gegenüber der eigenen Luftverteidigung zeigt zwar, dass die offizielle Untersuchung NORAD-Aussagen nicht unkritisch übernahm — für einen tatsächlichen Abschuss von Flug 93 fehlt jedoch der positive Beleg, und die Cockpit-Voice-Recorder-Aufzeichnung sowie mehrere Telefonanrufe von Passagieren stützen die Version eines Passagieraufstands. TEIL K: NORAD UND DIE LUFTABWEHR Zur Frage, warum die entführten Maschinen nicht abgefangen wurden, dokumentierte die 9/11-Kommission erhebliche Koordinationsmängel zwischen FAA und der Luftverteidigungszentrale NEADS sowie mehrere nachweislich falsche Angaben von NORAD-Offiziellen — etwa die Behauptung, Abfangjäger aus Langley seien wegen der entführten Flüge 77 oder 93 gestartet, während sie tatsächlich wegen eines fälschlich gemeldeten Südkurses von Flug 11 in die Luft gegangen waren. Warum wurden die entführten Maschinen nicht rechtzeitig abgefangen? Warum widersprachen sich die frühen Aussagen von FAA und NORAD zum zeitlichen Ablauf? Warum gab es keine sichtbare militärische Reaktion auf die ersten beiden entführten Flugzeuge, und warum wurde American Airlines Flight 77 den Berichten zufolge erst so spät als Bedrohung erkannt? Die frühen öffentlichen Aussagen von NORAD zum Ablauf des Tages wurden später korrigiert, wobei sich die ursprünglichen und die späteren Zeitangaben in wesentlichen Punkten widersprechen. Kritiker wie Daniele Ganser deuten diese dokumentierten Fehler als mögliches Indiz für ein absichtliches „Stand-down“ — ein bewusstes Zulassen der Anschläge — und halten eine Manipulation der NORAD-Tonbänder für möglich. Gegenposition/Evidenzlage: Für diese weitergehende Absichtsbehauptung liegt kein positiver Beleg vor; die dokumentierten Koordinationsfehler und falschen Aussagen selbst sind hingegen gut belegt und gelten auch in der offiziellen Aufarbeitung als eines der gravierendsten Versäumnisse des 11. September. TEIL L: PUT-OPTIONEN UND INSIDERHANDEL Vor den Anschlägen wurden auffällige Put-Optionen auf Aktien von United Airlines und American Airlines festgestellt — Finanzinstrumente, mit denen auf fallende Kurse gesetzt wird. Diese Beobachtung nährte den Verdacht, dass Personen mit Vorwissen über die bevorstehenden Anschläge entsprechende Finanzgeschäfte getätigt haben könnten. SEC und FBI untersuchten diese Handelsmuster und kamen zu dem Ergebnis: Sämtliche profitablen Optionsgeschäfte seien untersucht und aufgeklärt worden, es habe sich kein Beleg für illegalen Insiderhandel gefunden — die AMR-Put-Optionen etwa ließen sich auf die Empfehlung eines kalifornischen Börsenbriefs zurückführen, ein einzelner US-Institutsinvestor ohne erkennbare Verbindung zu al-Qaida habe 95 Prozent der UAL-Puts am 6. September im Rahmen einer breiteren Handelsstrategie erworben, zu der auch der Kauf von 115.000 American-Airlines-Aktien am 10. September gehörte. Gegenposition/Ergänzung: Bemerkenswert ist jedoch, dass diese behördliche Entwarnung nicht das letzte Wort der Wissenschaft blieb: Mehrere spätere akademische Studien, etwa von Allen Poteshman (veröffentlicht im „Journal of Business“, 2006) und von Marc Chesney und Kollegen (veröffentlicht im „Journal of Empirical Finance“, 2015), bewerteten die damaligen Handelsmuster statistisch weiterhin als auffällig beziehungsweise anomal. Hier bleibt also tatsächlich eine gewisse Spannung zwischen der behördlichen Entwarnung und einem Teil der späteren akademischen Literatur bestehen — ein seltener Fall, in dem beide Seiten der Debatte etwas Berechtigtes vorzuweisen haben. TEIL M: DIE VORZEITIGE BBC-MELDUNG Ein oft zitiertes vermeintliches Beweisstück der Kritiker ist eine BBC-Meldung, die den Einsturz von WTC 7 offenbar bereits vor dem tatsächlichen Ereignis ankündigte — wie hätte der Sender das wissen können, wenn nicht durch Vorwissen? Gegenposition/Evidenzlage: Die Erklärung ist banaler, als die Frage suggeriert: Die BBC stützte sich auf eine fehlerhafte Reuters-Meldung, die später korrigiert wurde. Der zuständige BBC-Redakteur Richard Porter erklärte dazu rückblickend sinngemäß, hätte man tatsächlich über den Einsturz berichtet, bevor er geschehen sei, wäre das schlicht ein Fehler gewesen — nicht mehr und nicht weniger. In der chaotischen Nachrichtenlage jenes Tages, mit widersprüchlichen Agenturmeldungen im Minutentakt, ist ein solcher redaktioneller Irrtum eine nachvollziehbare Erklärung, auch wenn er auf den ersten Blick dramatisch wirkt. TEIL N: DER MANN, DER EINST AUF DER EIGENEN GEHALTSLISTE GESTANDEN HABEN SOLL — BIN LADEN UND DIE CIA Kaum eine Figur der jüngeren Weltgeschichte ist so sehr von Widersprüchen umgeben wie Osama bin Laden selbst. In den 1980er-Jahren finanzierte die CIA im Rahmen der „Operation Cyclone“ — einer der teuersten und am längsten laufenden verdeckten Operationen ihrer Geschichte, mit mehr als 20 Milliarden US-Dollar an eingesetzten Mitteln — die afghanischen Mudschaheddin im Kampf gegen die sowjetische Besatzung. Die Operation war 1979 von Präsident Jimmy Carter mit einer zunächst auf gut 500.000 Dollar begrenzten Direktive autorisiert worden, weitete sich unter Präsident Reagan jedoch massiv aus, unter anderem durch die Lieferung von Stinger-Boden-Luft-Raketen ab 1986, die den sowjetischen Streitkräften erhebliche Verluste zufügten. Die Mittel wurden über den pakistanischen Geheimdienst ISI verteilt, um eine direkte US-Verwicklung mit den Kämpfern zu vermeiden. Unter den ausländischen Kämpfern, die sich diesem Widerstand anschlossen, den sogenannten „Afghan Arabs“, war auch der junge, wohlhabende Saudi Osama bin Laden, der eigenes Vermögen und Spenden reicher Golf-Araber über seine Organisation Maktab al-Khidamat in den Kampf einbrachte. Aus dieser historisch belegten Verflechtung — US-Gelder, die über den ISI an genau jenes Kämpfermilieu flossen, aus dem später al-Qaida hervorging — ist eine der langlebigsten Thesen der gesamten Debatte entstanden: dass bin Laden selbst direkt von der CIA finanziert, ausgebildet oder sogar rekrutiert worden sei, ein „Blowback“-Fall im klassischen geheimdienstlichen Sinne, bei dem ein einst unterstützter Verbündeter sich später gegen seinen ehemaligen Förderer wendet. Der kubanische Staatschef Fidel Castro brachte diese Sichtweise 2010 in aller Deutlichkeit auf den Punkt: Bin Laden sei ein „gekaufter und bezahlter CIA-Agent“ gewesen, der immer dann aufgetaucht sei, wenn die US-Regierung eine neue Bedrohung habe inszenieren wollen — „jedes Mal, wenn Bush Angst schüren und eine große Rede halten wollte, tauchte bin Laden auf und drohte den Menschen mit dem, was er vorhabe“; Bush habe nie an bin Ladens Unterstützung gemangelt, er sei „ein Untergebener“ gewesen. Als Beleg verwies Castro auf damals auf WikiLeaks veröffentlichte Dokumente aus dem Afghanistankrieg, die dies seiner Ansicht nach „effektiv bewiesen“ hätten, ohne dies näher auszuführen. Verstärkt wird diese Verbindung in den Augen vieler Kritiker durch die geschäftlichen Beziehungen zwischen der eigenen Familie bin Ladens und dem Umfeld der Bush-Regierung. Die Investmentgesellschaft Carlyle Group, bei der unter anderem der frühere US-Präsident George H. W. Bush als Berater tätig war, unterhielt dokumentierte Geschäftsbeziehungen zur bin-Laden-Familie — konkret zu Shafiq bin Laden, einem entfremdeten Halbbruder Osama bin Ladens. Nach Berichten der Washington Post befand sich Shafiq bin Laden ausgerechnet am 10. und 11. September 2001 gemeinsam mit George H. W. Bush bei einer Investorenkonferenz der Carlyle Group im New Yorker Ritz-Carlton Hotel — ein Treffen, das durch die Anschläge just in dem Moment unterbrochen wurde, in dem sie stattfanden. Gegenposition/Evidenzlage: Diese Allegationen gelten unter vielen Historikern als unbelegt. Deklassifizierte Unterlagen, CIA-eigene Angaben zum Ablauf der Operation sowie bin Ladens eigene Aussagen deuten darauf hin, dass kein direkter Kontakt oder direkte Finanzierung zwischen der CIA und bin Laden persönlich stattfand; seine Gruppe habe sich auf private Spenden wohlhabender Golf-Araber und eigenes Familienvermögen gestützt und bewusst parallel zu den vom CIA geprüften afghanischen Fraktionen operiert, um eine direkte Verstrickung mit amerikanischen Stellen zu vermeiden. Auch die Behauptung, der spätere afghanische Präsident Hafizullah Amin (in einem verwandten Kontext derselben Operation) sei CIA-Agent gewesen, wurde von der CIA bestritten und von mehreren Wissenschaftlern als unbegründet zurückgewiesen. Die Carlyle-Group-Geschäftsbeziehung selbst wird von Verteidigern der offiziellen Version als vergleichsweise geringfügige familiäre Randinvestition relativiert — Carlyle habe öffentlich Auskunft über diese „relativ geringen Investitionen“ des entfremdeten Halbbruders gegeben, und der Anteil von Verteidigungsgeschäften am Carlyle-Portfolio sei geringer gewesen als bei mehreren anderen Private-Equity-Firmen. TEIL O: INTERNATIONALE STIMMEN — WISSENSCHAFTLER, POLITIKER, JOURNALISTEN UND AUTOREN Wissenschaftler: Niels Harrit (Dänemark, Chemie, siehe Teil F) und Steven E. Jones (USA, Physik, Ko-Autor der Nanothermit-Studie sowie der Europhysics-News-Studie); Robert Korol (Kanada, Bauingenieurwesen, siehe Teil F); J. Leroy Hulsey (USA, Bauingenieurwesen, University of Alaska Fairbanks, Autor der WTC-7-Gegenstudie zu NIST, siehe Teil E). Politiker: In Deutschland veröffentlichte der Jurist Andreas von Bülow (SPD), von 1976 bis 1980 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und anschließend bis 1982 Bundesforschungsminister im Kabinett Helmut Schmidt, 2003 das Buch „Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste“, das mittlerweile in der siebten Auflage erschienen ist. Darin vertritt von Bülow die These, dass die Anschläge ohne Unterstützung von Geheimdiensten technisch nicht durchführbar gewesen seien, und führt eine Reihe von aus seiner Sicht ungeklärten Punkten an — etwa, dass die US-Regierung bereits wenige Stunden nach den Anschlägen über Fotos und Steckbriefe aller mutmaßlichen Attentäter verfügt habe und zugleich sehr rasch eine politische Gesamtstrategie gegen den internationalen Terrorismus habe präsentieren können. Von Bülow äußerte sich unter anderem in Interviews mit dem Magazin „Konkret“, dem „Tagesspiegel“, dem ZDF und in der Talkshow von Sandra Maischberger zu seinen Thesen; Maischberger kritisierte ihn dabei insbesondere dafür, sich zu großen Teilen auf Zeitungsberichte und Internetquellen zu berufen, ohne selbst Primärrecherche betrieben zu haben. In Großbritannien war der Labour-Politiker Michael Meacher unter anderem von 1997 bis 2003 Umweltminister im Kabinett von Tony Blair und von 1970 bis zu seinem Tod 2015 Abgeordneter für Oldham West. In einem vielbeachteten Meinungsbeitrag im „Guardian“ (2003) bezeichnete Meacher das Ausbleiben einer wirksamen Vorabverhinderung der Anschläge durch die US-Behörden als „verdächtig“ und argumentierte, dies habe der US-Regierung einen „äußerst günstigen Vorwand“ für die anschließenden Militäraktionen in Afghanistan und im Irak geliefert. Meacher verfasste zudem das Vorwort zu David Ray Griffins Buch „The New Pearl Harbor“. Der frühere iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad äußerte wiederholt öffentlich Zweifel an der offiziellen Darstellung. Bei einer Rede vor der UN-Generalversammlung 2010 sprach er von mehreren möglichen Theorien zu den Anschlägen, darunter der Möglichkeit, dass „Teile der US-Regierung“ den Anschlag orchestriert hätten, um die wirtschaftliche und geopolitische Position der USA zu stärken. Diese Äußerung führte zum Auszug der US-amerikanischen und mehrerer europäischer Delegationen aus dem Saal. Ahmadinejad forderte bei dieser Gelegenheit die Einsetzung einer unabhängigen UN-Untersuchungskommission zu den Anschlägen. In einem späteren Interview mit der Nachrichtenagentur AP erklärte er als studierter Ingenieur, es sei seiner Ansicht nach technisch nicht möglich gewesen, dass zwei Flugzeuge allein durch den Einschlag die Zwillingstürme hätten zum Einsturz bringen können; es müsse eine geplante Explosion stattgefunden haben. Journalisten und Autoren: Der französische Journalist Thierry Meyssan, Präsident des von ihm gegründeten „Voltaire-Netzwerks“, veröffentlichte 2002 das Buch „L'Effroyable Imposture“ (englisch: „9/11: The Big Lie“), das in Frankreich hohe Verkaufszahlen erreichte. Meyssan vertritt darin die These, dass die Anschläge von einer Fraktion innerhalb des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes organisiert worden seien, um ein weniger demokratisches Regierungssystem in den USA durchzusetzen und die amerikanische Vormachtstellung auszubauen. Meyssan beschreibt in dem Buch, wie ein von ihm zusammengestelltes Team aus Sprengstoff- und Architekturfachleuten bei der Untersuchung der Schäden am Pentagon zu dem Schluss gekommen sei, die sichtbaren Spuren passten nicht zum offiziell genannten Flugzeugtyp — er tendierte damit zeitweise zu sogenannten „No-Plane“-Thesen. Der emeritierte Theologieprofessor David Ray Griffin (Claremont School of Theology), Autor von mehr als 20 Büchern zu Religion und Theologie, veröffentlichte 2004 „The New Pearl Harbor: Disturbing Questions About the Bush Administration and 9/11“, in dem er unter Bezugnahme auf zahlreiche mediale Quellen eine Reihe von aus seiner Sicht ungeklärten Widersprüchen in der offiziellen Zeitlinie der Anschläge zusammenträgt. Griffin gab in einem Interview mit der „LA Times“ (2005) an, den offiziellen Bericht zunächst rund 18 Monate lang akzeptiert zu haben — er habe ihn zunächst als eine Art „Blowback“-Theorie betrachtet, wonach die Anschläge schlicht eine Folge amerikanischer Außenpolitik gewesen seien —, bevor eine eigene Analyse der veröffentlichten Zeitlinien ihn zu Zweifeln geführt habe. Der US-amerikanische Autor Webster Tarpley, ehemaliger Anhänger der LaRouche-Bewegung, veröffentlichte mehrere Bücher zur 9/11-Wahrheitsbewegung und vertritt die These, die Anschläge seien eine „false flag“-Operation gewesen. Tarpley organisierte unter anderem Gesprächsrunden mit internationalen Autoren des Themenfelds, darunter Thierry Meyssan und der italienische Autor Maurizio Blondet, Verfasser von „September 11: Coup d'Etat in the USA“. Der Schweizer Historiker Daniele Ganser prägte mit seinem LIHOP/MIHOP-Modell die kritische Debatte im deutschsprachigen Raum maßgeblich (siehe ausführlich Teil E), ebenso der deutsche Fernsehjournalist und Sachbuchautor Gerhard Wisnewski, der unter anderem gemeinsam mit Andreas von Bülow bei internationalen Veranstaltungen zum Thema auftrat. Weitere internationale Journalisten und Autoren: Der deutsche Journalist und Publizist Mathias Bröckers, Jahrgang 1954, war Mitbegründer und langjähriger Kultur- und Wissenschaftsredakteur der „taz“, arbeitete als Kolumnist für „Die Zeit“ und „Die Woche“ sowie als Wissenschaftsredakteur beim ARD-Hörfunk. Mit seiner Artikelserie „WTC Conspiracy“ im Online-Magazin „Telepolis“ wurde er einem breiteren Publikum bekannt; sein daraus entstandenes Buch „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“ (Zweitausendeins, 2002) wurde zu einem internationalen Bestseller. Gemeinsam mit Andreas Hauß veröffentlichte er 2003 zudem „Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11. September“. Sein späteres, mit Paul Schreyer verfasstes Buch „Wir sind die Guten“ (2014) stand ebenfalls auf der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher. Der US-amerikanische Journalist Jim Marrs, der seine Karriere als Nachrichtenreporter im Raum Dallas–Fort Worth begann und 30 Jahre lang einen Kurs zum Kennedy-Attentat an der University of Texas at Arlington unterrichtete, verfasste mehrere Bücher zu mutmaßlichen Regierungsverschwörungen, darunter zu 9/11; er war Mitglied der Gruppe „Scholars for 9/11 Truth“. Der kanadische Journalist Barrie Zwicker, ausgebildet unter anderem beim Medientheoretiker Marshall McLuhan, arbeitete zuvor als preisgekrönter Reporter für „The Globe and Mail“ und den „Toronto Star“ und lehrte Medienwissenschaft an der Ryerson Polytechnic University in Toronto. Im Januar 2002 wurde er als erster Journalist eines etablierten Senders weltweit mit einer sechsteiligen Kommentarreihe unter dem Titel „What Really Happened on Sept. 11th?“ beim kanadischen Sender Vision TV bekannt, die zum Video „The Great Deception“ zusammengefasst wurde und nach eigenen Angaben des Senders die bis dahin größte Zuschauerresonanz in dessen Geschichte auslöste — zu 99 Prozent positiv. 2004 leitete er die sechstägige „International Citizens' Inquiry into 9/11“ an der University of Toronto, 2005 folgte die 70-minütige Fortsetzung „The Great Conspiracy: The 9/11 News Special You Never Saw“ mit Beiträgen unter anderem von Michael Ruppert, Webster Tarpley, Paul Thompson und David Ray Griffin. 2006 veröffentlichte er das Buch „Towers of Deception: The Media Cover-Up of 9/11“, in dem er unter anderem der Rolle etablierter Medien bei der Verbreitung der offiziellen Darstellung nachgeht. Der britische investigative Journalist Nafeez Mosaddeq Ahmed, Herausgeber der crowdfinanzierten Plattform „INSURGE intelligence“ und später unter anderem Kolumnist beim „Guardian“ und bei „Middle East Eye“, veröffentlichte bereits 2002 das Buch „The War on Freedom: How and Why America Was Attacked September 11, 2001“ sowie 2005 die Fortsetzung „The War on Truth: 9/11, Disinformation and the Anatomy of Terrorism“, in der er eine kritische Bewertung der Ergebnisse der 9/11-Kommission vornimmt und argumentiert, die Anschläge seien durch US-Regierungsbeziehungen zu zentralen staatlichen Förderern al-Qaidas im Nahen Osten und Nordafrika — darunter Saudi-Arabien, Pakistan und Aserbaidschan — begünstigt worden. 2005 sagte er dazu vor dem US-Kongress aus. Der Schriftsteller Gore Vidal bezeichnete Ahmeds Buch in einem im „Observer“ veröffentlichten Essay als den „besten und ausgewogensten Bericht“ zu 9/11. Der kanadische Ökonomieprofessor Michel Chossudovsky, Gründer der Rechercheplattform „Global Research“ (Centre for Research on Globalization), veröffentlichte 2002 das Buch „War and Globalization: The Truth Behind September 11“ sowie später unter anderem „9/11 Truth: Who Is Osama Bin Laden?“. Chossudovsky vertritt darin unter anderem die These, die Selbstauskunft bin Ladens und seines späteren Stellvertreters Aiman az-Zawahiri, nie US-amerikanische Hilfe erhalten oder angenommen zu haben, sei eine bewusste Selbsttäuschung gewesen. Der US-amerikanische Rechercheur Paul Thompson erstellte eine der umfangreichsten frei zugänglichen Zeitleisten zu den Ereignissen rund um 9/11 („September 11: Minute-by-Minute“) für das „Center for Cooperative Research“, die von zahlreichen späteren Autoren — darunter David Ray Griffin — als Quellenbasis herangezogen wurde. Der emeritierte Philosophieprofessor James H. Fetzer (University of Minnesota Duluth) gab unter anderem den Sammelband „The 9/11 Conspiracy: The Scamming of America“ (2007) heraus und war mit mehreren weiteren Autoren des Feldes, darunter Pilots for 9/11 Truth, publizistisch verbunden (siehe Teil I). Der Radiomoderator und Autor Kevin Barrett veröffentlichte 2007 das Buch „Truth Jihad: My Epic Struggle Against the 9/11 Big Lie“ und war Mitherausgeber weiterer Sammelbände zum Thema. TEIL P: KONTROVERS DISKUTIERTE RANDTHEORIEN Neben den vergleichsweise etablierten Kritikrichtungen existieren innerhalb der 9/11-Wahrheitsbewegung selbst auch deutlich weitergehende und untereinander widersprüchliche Thesen, die selbst von anderen Kritikern der offiziellen Version teils zurückgewiesen werden. Die Materialwissenschaftlerin Judy Wood, promoviert in Materialtechnik am Department of Engineering Science and Mechanics des Virginia Polytechnic Institute und ehemalige Dozentin für Ingenieurmechanik an der Clemson University, vertritt in ihrem Buch „Where Did the Towers Go? Evidence of Directed Free-Energy Technology on 9/11“ die These, die Zwillingstürme seien nicht durch Feuer, klassischen Einsturz oder konventionelle Sprengstoffe zerstört worden, sondern durch eine gerichtete Energiewaffe „dustifiziert“ worden, wodurch ein Großteil der Gebäudemasse unmittelbar zu Staub zerfallen sei — ein Begriff, den sie bewusst von „Verdampfung“ oder „Pulverisierung“ abgrenzt. Wood stützt sich dabei unter anderem auf Fotoanalysen ungewöhnlicher Trümmermuster und auf den sogenannten „Hutchison-Effekt“, benannt nach dem kanadischen Forscher John Hutchison. Sie verklagte im Zusammenhang mit ihrer Forschung auch die Auftragnehmer des NIST-Berichts. Diese These wird auch von Vertretern der Sprengungs- und Thermit-Hypothese wie AE911Truth und Pilots for 9/11 Truth ausdrücklich zurückgewiesen. Eine kleinere Strömung innerhalb der Bewegung, zu der unter anderem Thierry Meyssan zu Beginn seiner Arbeit tendierte, vertritt sogenannte „No-Plane“-Thesen, wonach am Pentagon oder an den Zwillingstürmen keine oder keine echten Passagierflugzeuge zum Einsatz gekommen seien, sondern etwa Marschflugkörper oder digital eingefügtes beziehungsweise anderweitig manipuliertes Bildmaterial. Diese Thesen werden von der Mehrheit anderer Kritiker der offiziellen Version, darunter Pilots for 9/11 Truth und AE911Truth, ausdrücklich abgelehnt. TEIL Q: WAS DIE WELT DARÜBER DENKT — INTERNATIONALE UMFRAGEN Eine 2008 in 17 Ländern durchgeführte Umfrage von WorldPublicOpinion.org (u. a. China, Russland, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Jordanien, Mexiko, Türkei, Indonesien, Nigeria, Kenia, Südkorea, Taiwan, Ukraine, palästinensische Gebiete — zusammen 38 Prozent der Weltbevölkerung repräsentierend) ergab im weltweiten Durchschnitt: 46,0 Prozent nannten al-Qaida als Urheber, 15,0 Prozent die US-Regierung, 7,0 Prozent Israel, weitere 7,0 Prozent andere Akteure, und 25,0 Prozent gaben an, es nicht zu wissen. In Deutschland nannten 64 Prozent al-Qaida, während 23 Prozent angaben, die US-Regierung stecke dahinter. Ein 2006 vom Pew Research Center in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern erhobener Wert zeigte, dass nur 12 Prozent der befragten Muslime in Pakistan und 9 Prozent in der Türkei arabische Gruppen als Verantwortliche akzeptierten; in Libanon waren es 28 Prozent, in Israel 27 Prozent. Eine Gallup-Umfrage aus sieben mehrheitlich islamischen Ländern (u. a. Kuwait, Pakistan, Indonesien, Iran, Libanon) ergab, dass in keinem der untersuchten Länder eine Mehrheit die Aussage bestätigte, arabische Gruppen hätten die Anschläge durchgeführt; einzig in der Türkei stimmte immerhin eine Pluralität dieser Darstellung zu. In den USA selbst fanden mehrere Umfragen wiederkehrende Zweifel an der offiziellen Darstellung: Ein Zogby-Meinungsforschungsinstitut ermittelte 2004 im Auftrag von 911Truth.org, dass 49 Prozent der New Yorker Stadtbevölkerung und 41 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaats New York der Ansicht waren, Vertreter der US-Regierung hätten im Voraus von den geplanten Anschlägen gewusst und bewusst nicht eingegriffen. Eine Scripps-Howard/Ohio-University-Umfrage aus dem Jahr 2006 ergab, dass 36 Prozent der Amerikaner es für sehr oder eher wahrscheinlich hielten, dass US-Regierungsvertreter an den Anschlägen beteiligt waren oder sie bewusst geschehen ließen, um einen Kriegsgrund im Nahen Osten zu schaffen; 16 Prozent der Befragten gaben an, die Zwillingstürme seien durch Sprengstoff zum Einsturz gebracht worden. Eine anlässlich des 25. Jahrestags 2026 veröffentlichte Umfrage unter jüngeren Amerikanern (Generation Z) ergab, dass 27 Prozent der Befragten unter den Jüngsten angaben, die US-Regierung stecke tatsächlich hinter den Anschlägen, verglichen mit 23 Prozent der 30- bis 44-Jährigen und 9 Prozent der ältesten Befragten. 36 Prozent der 18- bis 29-Jährigen hielten eine kontrollierte Sprengung der Zwillingstürme für wahrscheinlich, 29 Prozent der 30- bis 44-Jährigen stimmten dem zu. Auf die Frage, ob saudische Regierungsvertreter an den Anschlägen beteiligt gewesen seien, war die Zustimmung in allen Altersgruppen höher: 37 Prozent der Generation-Z-Befragten und 35 Prozent der Millennials hielten dies für wahr. Umfragen des Pew Global Attitudes Project und des Chicago Council on Foreign Relations/German Marshall Fund in mehreren europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen) zeigten, dass Mehrheiten der Befragten der Ansicht waren, die US-Außenpolitik trage eine Mitverantwortung für die Entstehung der Anschläge — in Frankreich etwa 63 Prozent (die kritischste Gruppe), in den Niederlanden 59 Prozent, in Großbritannien 57 Prozent, in Polen 54 Prozent, in Deutschland 52 Prozent und in Italien 51 Prozent (die am wenigsten kritische Gruppe). TEIL R: DIE POLITISCHE NUTZUNG VON 9/11 Unabhängig davon, wer die Anschläge letztlich plante, ist eindeutig, dass die US-Regierung 9/11 politisch und strategisch nutzte. Nach den Anschlägen wurden: der Patriot Act verabschiedet, Überwachungsbefugnisse ausgeweitet, der Krieg in Afghanistan begonnen, der Irakkrieg vorbereitet und 2003 durchgeführt, Folterprogramme und geheime Gefängnisse eingerichtet, Drohnenangriffe und gezielte Tötungen ausgeweitet, neue Sicherheits- und Geheimdienststrukturen geschaffen. Die Bush-Regierung stellte den Irak wiederholt in den Zusammenhang mit Terrorismus und Massenvernichtungswaffen. TEIL S: DIE ROLLE DER MEDIEN Die Medienberichterstattung am 11. September und in den Monaten danach war durch mehrere Faktoren geprägt: außergewöhnliche Geschwindigkeit der Ereignisse, widersprüchliche Erstinformationen, starke emotionale Belastung, staatliche Sicherheitskommunikation, patriotischer politischer Druck, eingeschränkter Zugang zu Geheimdienstinformationen, hohe Abhängigkeit von Regierungsquellen. Einige Medien übernahmen frühe Darstellungen von NORAD, Geheimdiensten und Regierungsstellen, die später korrigiert oder präzisiert wurden. Besonders bei der zeitlichen Rekonstruktion der Luftabwehr entstand dadurch der Eindruck, die Behörden hätten ihre Darstellung nachträglich angepasst. TEIL T: DAS MUSTER, DAS SICH DURCH ALLE KAPITEL ZIEHT Was all diese Fäden — von der geschäftlichen Verflechtung der bin-Laden-Familie über die auffällig getimten Militärübungen bis zum vieldeutigen Satz eines Gebäudebesitzers, von den Flugdaten der Piloten bis zum Staub in den Laboren dänischer Chemiker, von den 156 Feuerwehrleuten mit ihren Explosionsberichten bis zum Whistleblower, der seinen Job verlor, von den internationalen Politikern und Autoren bis zu den weltweiten Umfragen — gemeinsam haben, ist nicht der einzelne, für sich genommen beweiskräftige Fund. Es ist die schiere Anzahl der Zufälle, Widersprüche und ungeklärten Fragen, die sich nach Ansicht der Kritiker rund um diesen einen Vormittag ballen — und die reale methodische Grenzen der offiziellen Untersuchungen treffen, ohne dass die alternativen Erklärungen ihrerseits durchgängig positive, unabhängig bestätigte Belege liefern. Dieser Bericht enthält in voller Ausführlichkeit alle in diesem Gespräch zusammengetragenen Informationen: Theorien, Zeugenaussagen, wissenschaftliche Studien, Gegenbefunde, internationale Stimmen und Umfragedaten.