Berlin vor der Wahl: Wer regiert künftig die Hauptstadt?
Am 20. September entscheidet Berlin über ein neues Abgeordnetenhaus


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Berlin wählt: Was am 20. September zur Abstimmung steht

Schulden, Wohnungsmangel, marode Brücken, ein Stromanschlag, ein Hackerangriff und Ermittlungen gegen einen Spitzenkandidaten: Eine Bestandsaufnahme drei Tage vor der Abgeordnetenhauswahl.


Die Wahl

Am Sonntag, dem 20. September 2026, wählt Berlin das 20. Abgeordnetenhaus. Gleichzeitig werden die Bezirksverordnetenversammlungen in allen zwölf Bezirken neu gewählt. Erstmals dürfen 16- und 17-Jährige an der Abgeordnetenhauswahl teilnehmen. Rund 2,5 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Gleichzeitig finden Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen sowie die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Regierende Bürgermeister wird nicht direkt, sondern durch das neue Abgeordnetenhaus gewählt.


Die Ausgangslage

Bei der Wiederholungswahl im Februar 2023 wurde die CDU mit 28,2 Prozent stärkste Kraft. SPD und Grüne erreichten jeweils 18,4 Prozent, die Linke 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,6 Prozent. CDU und SPD bildeten daraufhin eine Koalition unter dem Titel „Das Beste für Berlin“. Kai Wegner (CDU) wurde Regierender Bürgermeister, Franziska Giffey (SPD) Wirtschaftssenatorin.

Wegner steht am Sonntag nicht mehr zur Wahl. Er verzichtete zwei Monate vor der Wahl wegen seines Umgangs mit dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz auf eine erneute Rolle als Spitzenkandidat.


Haushalt: Rekordvolumen und neue Kredite

Der Doppelhaushalt 2026/2027 ist der größte in der Geschichte des Landes. 45,5 Milliarden Euro umfasst der Haushalt für das Jahr 2026, 46,5 Milliarden Euro sind es für 2027. Im Senatsentwurf waren für 2026 Kredite in Höhe von 3,9 Milliarden Euro vorgesehen, für 2027 von rund 3,8 Milliarden Euro. Nach Senatsplanung steigt der Schuldenstand Berlins von gut 68 Milliarden auf über 75 Milliarden Euro im Jahr 2027.

Finanzsenator Stefan Evers (CDU) sprach bei der Vorstellung des Entwurfs im Juli 2025 von einer „extrem angespannten Haushaltslage“ und sagte laut taz, dass es „so definitiv nicht auf Dauer gehen kann“. Als Ursachen nannte er die Personalkosten des Landes, die aufgrund von Tarif- und Besoldungsanpassungen erstmals auf über 13 Milliarden Euro pro Jahr steigen (2022: 10,9 Milliarden), sowie Sozialausgaben von prognostiziert mehr als 10 Milliarden Euro.

Das Neue Deutschland (nd) dokumentierte den Kurswechsel: Zu Beginn kündigte der Senat enorme Sparanstrengungen mit einem Zielwert von 39 Milliarden Euro pro Jahr an; im Sommer zeigte sich die Koalition dann offen für eine neuerliche Kreditaufnahme. Evers begründete dies damit, dass man zu Beginn des Jahres noch keinen Ausblick auf die Reform der Schuldenbremse gehabt habe. Das nd verwies zudem darauf, dass Berlin mit 63 Milliarden Euro Schulden bereits den dritthöchsten Schuldenstand pro Kopf aller Bundesländer hat und die Regierungsfraktionen trotz der Rekordgröße nicht auf Kürzungen verzichten. Der Tagesspiegel schrieb, vor dem Wahljahr 2026 sparten sich CDU und SPD damit eine kontroverse Debatte um Einsparungen, wie sie zuletzt beim Haushalt 2025 geführt worden war. Laut taz gibt es mehr Geld für Infrastruktur und Polizei, weniger für Kultur und Bildung.


Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote stieg im August im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 10,6 Prozent. Im August 2025 lag die Quote bei 10,5 Prozent. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit nannte die Urlaubszeit als Grund und verwies auf einen Anstieg der gemeldeten Stellen in Berlin um 13,7 Prozent zum Vorjahr.

Die Investitionsbank Berlin (IBB) senkte ihre Wachstumserwartung wegen stark gestiegener Energiepreise von 1,8 auf 1,5 Prozent. Damit würde die Berliner Wirtschaftsleistung stärker wachsen als der Bundesdurchschnitt. 2025 lag das Berliner Wachstum von 1,1 Prozent laut IBB zum 13. Mal in Folge über dem Bundesdurchschnitt; ein Grund ist der im Vergleich zur Industrie stärker ausgeprägte Dienstleistungssektor.


Wohnen

Laut rbb-BerlinTrend nennen die Berliner Wohnen und Mieten als wichtigstes politisches Problem. Die Zahlen:

Im Koalitionsvertrag von 2023 hatten sich CDU und SPD auf ein Neubauziel von durchschnittlich bis zu 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr verständigt. 2024 wurden rund 15.000 Wohnungen fertiggestellt, 2025 etwa 11.000. Bei den landeseigenen Wohnungsgesellschaften lag die Zahl der Fertigstellungen statt der anvisierten 6.500 bei weniger als 5.000. Nach einer Auswertung des Portals immowelt stieg die durchschnittliche Angebotsmiete für Bestandswohnungen von 12,95 Euro pro Quadratmeter im April 2023 auf 14,53 Euro im Juli 2026, ein Plus von 12,2 Prozent.

Das Immobilienunternehmen JLL verweist auf eine Gegenbewegung: Die Behörden erteilten 2025 Genehmigungen für 6.676 Wohnungen, ein Anstieg von 44,6 Prozent; im ersten Halbjahr 2026 sanken die Median-Angebotsmieten für Neuvermietungen um 4,3 Prozent auf 18,66 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig schrumpft der gebundene Bestand. Laut IBB lief in den vergangenen fünf Jahren die Bindung bei rund 84.000 Wohnungen aus.


Infrastruktur: Brücken, Gebäude, Verwaltung

Im März vergangenen Jahres wurde die vielbefahrene Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm wegen eines Risses im Tragwerk plötzlich gesperrt. Inzwischen ist die Brücke abgerissen, der Ersatzneubau soll bis Sommer 2027 fertig werden. Nach dem vom Senat beschlossenen „Masterplan Brücken“ sollen innerhalb von 15 Jahren 175 marode Brücken durch Neubauten ersetzt und weitere 125 instand gesetzt werden; die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,84 Milliarden Euro. Verkehrsstaatssekretär Kraus versprach, dass man „weniger kurzfristig in Brückensperrungen hinein kommen“ werde.

Im Mai wurde das Hauptgebäude der Technischen Universität geschlossen. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) sprach von einer „mittleren Katastrophe“. Linke-Fraktionschef Tobias Schulze wies darauf hin, dass es immer wieder auch zu Sperrungen bei Schulen, Sportstätten und Schwimmbädern komme. Der Haushaltsexperte der Grünen-Fraktion, André Schulze, bezeichnete den Sanierungsstau als Folge jahrzehntelang ausgebliebener Investitionen.

Der rbb nennt als größtes Strukturprojekt des Senats die Verwaltungsreform samt Verfassungsänderung, mit der Zuständigkeiten zwischen Land und Bezirken neu geordnet wurden. Laut rbb hat sich die Terminlage in den Bürgerämtern verbessert.


Innere Sicherheit

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist eine Abnahme der Straftaten insgesamt um 6,7 Prozent auf 502.743 Fälle aus. Den größten Einfluss auf den Rückgang hatten Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz der EU, rund 44 Prozent weniger als 2024. Die Schusswaffenkriminalität stieg 2025 auf 1.119 Fälle (+68 Prozent); in 515 Fällen wurde geschossen (2024: 363). Die Polizei führt den Anstieg teilweise auf eine seit 2025 genauere Erfassung zurück.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nannte die Messerverbotszonen einen Erfolg und sagte: „Sicherheit in einer wachsenden Metropole wie Berlin bleibt eine Daueraufgabe.“ Das nd hielt dagegen, in der Kriminalitätsforschung gebe es keine Belege dafür, dass Polizeikontrollen gegen Messerangriffe helfen. Der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) verwies darauf, dass dieselbe Statistik 3.599 Fälle im Phänomenbereich „Messerangriff“ für 2025 ausweist.


Bildung

Zum Schuljahr 2025/26 erwartete die Bildungsverwaltung einen Einstellungsbedarf von zusätzlichen 4.161 Vollzeitstellen; der Bedarf war zu Schuljahresbeginn nicht gedeckt. Die Grundschulen setzen weiterhin in großem Umfang Quereinsteiger ein.


Die Krisen des Jahres 2026

Der Stromanschlag. Am Samstag, dem 3. Januar, waren um 6:13 Uhr nach einem Anschlag plötzlich 100.000 Menschen im Winter ohne Strom, Heizung und Kommunikation. Die linksextreme „Vulkangruppe“ bekannte sich zu dem Brandanschlag. Wegner sagte zunächst am Sonntag an einem Katastrophenstützpunkt: „Ich war zu Hause, habe mich in meinem Büro zu Hause eingeschlossen“. Später räumte er ein, von 13 bis 14 Uhr Tennis gespielt zu haben, „weil ich einfach den Kopf freikriegen wollte“. Der Koalitionspartner SPD erhob den Vorwurf der Lüge. Die Berliner FDP, Bundespolitiker der FDP, Politiker der AfD und des BSW forderten Wegners Rücktritt. Im März warf der Tagesspiegel Wegner vor, den Umfang seiner Telefonate am ersten Tag falsch dargestellt zu haben. Am 10. Juli 2026 kündigte Wegner an, nicht erneut als Spitzenkandidat anzutreten. Infratest dimap stellte dem Senat schlechte Noten für das Krisenmanagement aus.

Der Hackerangriff. Eine kriminelle Angreifergruppe verschaffte sich Zugriff auf das Netzwerk der Berliner Verwaltung, kopierte Datenbestände und veröffentlichte diese am 4. September 2026 im Darknet, nachdem das Land nicht auf eine Erpressung eingegangen war. Laut Tagesspiegel stellte die Gruppe „Rhysida“ knapp 5,3 von 5,8 Terabyte, etwa 1,4 Millionen Dokumente ins Netz. Auslöser war nach dieser Rekonstruktion ein Mitarbeiter der Senatsverkehrsverwaltung, der eine Phishing-E-Mail nicht erkannte. Der Tagesspiegel überschrieb seinen Bericht als „Protokoll der Hilflosigkeit“. Euronews berichtete, unter den Dateien befinde sich ein Ordner zur „AG CBRN-Rahmenplanung“, also zu chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren. Der IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug (AG KRITIS) sagte im ZDF, unter den veröffentlichten Daten seien etliche Passwortlisten für Systeme der Verwaltung, darunter unsichere wie „Sonnenschein123“. Nach Bekanntwerden des Angriffs verbreitete sich die Meldung, dass Briefwahlunterlagen nicht mehr online beantragt werden könnten.


Die Spitzenkandidaten

CDU – Stefan Evers. Der Finanzsenator ist seit April 2026 zudem Senator für Kultur und seit Juli 2026 kommissarischer

CDU-Landesvorsitzender. Gegenüber der FAZ kündigte er an, das kostenlose Schulessen für Kinder aus

Gutverdiener-Haushalten streichen und Empfänger von Sozialleistungen als Reinigungskräfte einsetzen zu wollen. Er halte nichts von „Kostenlos-Politik für gut verdienende Eltern“. Die SPD lehnt eine Abkehr von der Beitragsfreiheit ab; auch Grüne, Linke und AfD sprechen sich für den Erhalt aus.

SPD – Steffen Krach. Der frühere Regionspräsident von Hannover hat eine Koalition mit Wegner ausgeschlossen, eine Koalition mit der CDU jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Krach, unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsannahme in zwei Fällen; in einem weiteren Fall geht es um wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen und die Verletzung von Geheimhaltungspflichten. Es gilt die Unschuldsvermutung. Durchsucht wurden drei Objekte in Hannover und Berlin, darunter Krachs Berliner Wohnung. Krach weist die Vorwürfe zurück. Nach seiner Darstellung geht es um ein Vergabeverfahren zur Nachnutzung eines Klinikgeländes; ein Bieter habe während des laufenden Verfahrens 9.900 Euro an die Berliner SPD gespendet, deren kommissarischer Vorsitzender er da bereits war.

Grüne – Werner Graf und Bettina Jarasch. Graf soll im Erfolgsfall Regierender Bürgermeister werden. Zur Frage einer Kenia-Koalition sagte er t-online: „Ich will eine Regierung links der Mitte“, das liege aber nicht allein in der Hand der Grünen. In einer Debatte warf er der Koalition vor, es seien eher Fahrradwege abgebaut als ausgebaut worden. Evers entgegnete, die Fahrradinfrastruktur sei ausgebaut worden.

Linke – Elif Eralp. Die Juristin setzt auf Mieten und die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Ende August sorgte eine Wahlkampfveranstaltung der Neuköllner Linken für Kritik: Laut NZZ sang der Rapper Dahabflex dort unter anderem „Yalla, yalla Intifada“ und „Death to the IDF“; niemand der anwesenden Linken-Politiker schritt ein. Eralp und Landesvorsitzende Kerstin Wolter kündigten Konsequenzen an; nach Angaben des Tagesspiegels blieben konkrete Maßnahmen bislang aus. Franziska Giffey erklärte, die wiederholten antisemitischen Äußerungen aus der Linkspartei „sind keine Versehen“. Krach sagte, wenn die Partei solche Mitglieder nicht ausschließe, werde ihre Behauptung unglaubwürdig, es gebe in der Linken keinen Platz für Antisemitismus. Zentralratspräsident Josef Schuster nannte Eralps Distanzierung ein „Lippenbekenntnis“. Eralp erwiderte in einer Debatte mit Evers: „Ich stehe für das Existenzrecht Israels, meine Partei steht klar dahinter.“ Eine Koalition mit dem BSW schließt sie aus: „Das kann ich mir absolut nicht vorstellen“.

AfD – Kristin Brinker. Die Landes- und Fraktionsvorsitzende tritt zum dritten Mal an. Auf dem Nominierungsparteitag lautete ihre Kernaussage laut Tagesspiegel „Berlin versinkt im Chaos und im Müll“. Im Gegensatz zu den Landesverbänden Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die Berliner AfD vom dortigen Verfassungsschutz nicht als gesichert rechtsextremistisch eingestuft; die Partei fordert ein „Programm zur Remigration“. Im Interview mit Tichys Einblick nannte Brinker den Datenabfluss einen „Super-GAU“ und warf Wegner vor, die Wähler getäuscht zu haben. Die übrigen Parteien schließen eine Koalition mit der AfD aus.

BSW und FDP. Das BSW tritt mit Alexander King und Michael Lüders an, die FDP mit Christoph Meyer. Beide Parteien lagen zuletzt überwiegend unter fünf Prozent.


Wer was schreibt: Stimmen aus den Medien

Die Berichterstattung reicht von den öffentlich-rechtlichen Sendern bis zu Portalen mit klarer politischer Ausrichtung. Das Portal NIUS schrieb in einem Kommentar, die Linke gewinne an Zustimmung, weil sie sich „sozialistisch radikalisiert“ habe. Eine von NIUS in Auftrag gegebene INSA-Umfrage vom 23. Juli sah die AfD mit 19 Prozent vorn, CDU und Linke folgten mit jeweils 18 Prozent. Die taz titelte zum Haushalt, der Senat setze auf Rekordverschuldung. Euronews schrieb im Januar, Wegners Karriere stehe nach dem Tennis-Vorfall vor dem Aus. Der t-online-Autor mutmaßte, die Grünen hätten sich innerlich schon von einem linken Dreierbündnis verabschiedet und schielten heimlich auf Kenia.


Die letzten Umfragen

Bei Infratest dimap liegen Linke und CDU nahezu gleichauf: Die Linke käme auf 21 Prozent, die CDU auf 20 Prozent, die AfD auf 18, die Grünen auf 16 und die SPD auf 12 Prozent. Das BSW würde mit 4 Prozent scheitern. Die CDU würde damit gegenüber 2023 ein Drittel ihrer Wählerunterstützung verlieren; die Linke hätte ihr zweitbestes, die AfD ihr bestes Abgeordnetenhausergebnis in Aussicht. Das ZDF-Politbarometer Extra sieht CDU bei 21, SPD bei 10, Grüne bei 16, Linke bei 23, AfD bei 17 und BSW bei 3 Prozent. In der INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung liegen CDU und Linke bei jeweils 20 Prozent, das BSW bei fünf Prozent.

Jeder sechste Wahlberechtigte (16 Prozent) gibt an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Infratest dimap weist darauf hin, dass mögliche Reaktionen auf die Ermittlungen gegen den SPD-Spitzenkandidaten aufgrund des Erhebungszeitraums weitgehend unberücksichtigt sind.

Die Kandidaten sind vielen Wählern kaum bekannt. Gut die Hälfte tut sich schwer, die Spitzenkandidaten von CDU, Linken und SPD zu bewerten; die Bewerber von Grünen und AfD sind jeweils etwa zwei Dritteln nicht oder zu wenig bekannt.


Mögliche Regierungsbündnisse

Der amtierende schwarz-rote Senat wäre ohne Mehrheit. Denkbar wären Drei-Parteien-Bündnisse unter CDU- bzw. Linken-Führung. Die Wahlberechtigten sind gespalten: 42 Prozent setzen auf einen CDU-geführten, genauso viele auf einen Linken-geführten Senat. Der Westen tendiert eher zur CDU (45:38), der Osten eher zur Linken (38:47).

Laut Forschungsgruppe Wahlen bekommt eine Regierung aus Linke, SPD und Grünen die meiste Zustimmung (37 Prozent), wird aber von 55 Prozent als eher schlecht bezeichnet. Ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen fänden 22 Prozent gut, 64 Prozent lehnten es ab.

Streitpunkte in beiden Konstellationen sind laut rbb unter anderem die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen (von der SPD nicht unterstützt), der Ausbau der A100 und die Bebauung des Tempelhofer Feldes.


Die letzten Tage

Am Donnerstagnachmittag hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zum Wahlkampf in Berlin angekündigt. Zuvor trafen die Spitzenkandidaten in der rbb-Wahlarena aufeinander.



Quellen: Landeswahlleiter Berlin, Infratest dimap/ARD, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF, INSA/Bild, Bundesagentur für Arbeit, IBB, Polizei Berlin, berlin.de, rbb24, Tagesspiegel, taz, nd, ZDF, dpa, t-online, NZZ, Jüdische Allgemeine, Euronews, immowelt, JLL, NIUS, Tichys Einblick, BZL.  Stand: 17. September 2026.


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