
Alice Weidel – die permanente Generalabrechnung. Folge 473



Alice Weidel – die permanente Generalabrechnung. Folge 473
SO SIEHT'S AUS - Holger H. Hohlfeld
Deutschland kurz vor dem Untergang. Seit ungefähr neun Jahren.
Wer Alice Weidel länger zuhört, entwickelt irgendwann eine gewisse Sorge um Deutschland. Nicht unbedingt wegen der konkreten Probleme. Sondern wegen des Zeitplans. Nach einer durchschnittlichen Weidel-Rede müsste die Bundesrepublik eigentlich spätestens kommenden Donnerstag gegen 14.30 Uhr zusammenbrechen: Die Industrie ruiniert, die Grenzen offen, der Sozialstaat kollabiert, die Energiepolitik gescheitert, die EU funktionsuntüchtig, der Euro eigentlich auch. Die Regierung hat kapituliert, versagt oder die Bürger getäuscht – Friedrich Merz ist inzwischen ohnehin „Lügenkanzler".
Das Erstaunliche ist nur: Am Freitagmorgen geht Deutschland meistens trotzdem wieder zur Arbeit. Alice Weidel übrigens auch. Zur nächsten Generalabrechnung.
Opposition als Dauerprüfungsausschuss
Man muss ihr eines lassen: Alice Weidel ist keine Politikerin für sprachliche Unschärfen. Andere Oppositionspolitiker sagen:
„Die Bundesregierung muss dringend nachsteuern." Weidel klingt eher nach: „Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Bitte nehmen Sie Ihre persönlichen Gegenstände und verlassen Sie das Gebäude."
Das ist seit Jahren ihr Markenzeichen. Schon im Mai 2018 eröffnete sie eine Generaldebatte im Bundestag mit Vorwürfen des „Tarnens und Täuschens". Es folgte der inzwischen bekannte Satz über „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner", für den Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sie zur Ordnung rief – ihren Einspruch dagegen lehnte der Bundestag mit 549 zu 85 Stimmen ab. Die Grunddiagnose lautete damals: Der Wohlstand werde verspielt, die Infrastruktur zerfalle, der Staat setze falsche Prioritäten, das politische System verliere den Bezug zu seinen Bürgern.
Das war 2018. Acht Jahre später lautet die Diagnose weitgehend: derselbe Satz. Konsequenz kann man ihr also nicht absprechen. Andere Politiker ändern im Laufe einer Karriere ihre Botschaft. Alice Weidel aktualisiert hauptsächlich die Namen der Verantwortlichen.
Der Angeklagte wechselt: von Merkel zu Merz
Angela Merkel sollte 2018 zurücktreten – „Treten Sie bitte ab", forderte Weidel im Bundestag. Merkel trat irgendwann tatsächlich ab, nicht unmittelbar wegen Alice Weidel, aber man kann nicht alles haben. Dann kamen Scholz, Habeck, Baerbock und die Ampel. Und inzwischen Friedrich Merz, der bei Weidel den strategischen Nachteil hatte, jahrelang selbst einen Politikwechsel versprochen zu haben – womit er ihr nach seinem Amtsantritt praktisch eine fertig gepackte Präsentationsmappe lieferte.
Bei seiner ersten Regierungserklärung im Mai 2025 nannte sie ihn einen „Kanzler der zweiten Wahl" (weil erst im zweiten Wahlgang gewählt) und einen „Kanzler der Linken". Sein Weg ins Amt sei von gebrochenen Wahlversprechen und einer „Kapitulation vor Linken und Grünen" gesäumt, die Änderung der Schuldenregeln ein „finanzpolitischer Staatsstreich", die Regierung eine „Regierung für Kriegstreiberei". Merz war zu diesem Zeitpunkt seit acht Tagen im Amt. Andere Regierungen bekommen traditionell hundert Tage Schonfrist. Bei Alice Weidel gibt es offenbar acht. Immerhin effizient.
Keine zwei Monate später, am 9. Juli, eröffnete sie die Generaldebatte zum Bundeshaushalt: Deutschland im „Sinkflug", Merz auf „Realitätsflucht", die Regierung geprägt von „Selbstgefälligkeit" und „Kriegstreiberei", der Kanzler habe die Wähler „nach Strich und Faden belogen", der Haushaltsentwurf sei „Wahlbetrug in Zahlen". Damit war eine neue Amtsbezeichnung gefunden: Lügenkanzler. Das Schöne an Weidels Wortschöpfungen ist ihre völlige Unverwechselbarkeit – niemand verlässt eine solche Rede mit der Frage, wie die AfD eigentlich zur Bundesregierung steht. Die Botschaft wurde zugestellt. Mit Einschreiben, Rückschein und vermutlich Gerichtsvollzieher.
Im September folgte der nächste Haushalt und damit die nächste Generalabrechnung: Schwarz-Rot befinde sich nun in einer „Koalition im Endstadium", Merz habe „jedes einzelne Wahlversprechen gebrochen" und sich zum „Gefangenen der linken Einheitsfront" gemacht. Das „Endstadium" ist übrigens eine bemerkenswert flexible politische Kategorie – die Koalition existierte danach einfach weiter. Medizinische Prognosen sind bekanntlich schwierig, vor allem wenn der Patient eine Bundesregierung ist.
Dann wollte Weidel selbst ins Kanzleramt
Bis dahin konnte man sie im Wesentlichen als professionelle Anklägerin des politischen Betriebs betrachten. 2025 kam eine neue Rolle hinzu: Auf dem Parteitag in Riesa wurde sie zur ersten Kanzlerkandidatin in der Geschichte der AfD bestimmt – und zeigte, dass sie auch dann nicht in Verwaltungsprosa verfällt, wenn sie selbst erklären soll, was sie machen würde. Sie kündigte Grenzschließungen und „Rückführungen in großem Stil" an und machte sich den Begriff „Remigration" ausdrücklich zu eigen. Windkraftanlagen sollten nicht überprüft oder reduziert, sondern schlicht „niedergerissen" werden. Gender Studies: keine Arbeitsgruppe, sondern Schließung, Professoren raus.
Wo andere Politiker eine „Evaluation bestehender Strukturen" ankündigen, bestellt Weidel gedanklich schon den Abrissbagger.
Dann kam die Wahl – und plötzlich war vieles gar nicht mehr lustig
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 erreichte die AfD 20,8 Prozent der Zweitstimmen – 2021 waren es 10,4 Prozent gewesen. Die Partei hatte ihr Ergebnis praktisch verdoppelt und wurde zweitstärkste Kraft im Bundestag. Das ist der Punkt, an dem man bei aller Satire etwas festhalten muss: Weidels Strategie funktioniert politisch. Man kann ihre Rhetorik überzogen finden, einzelne Behauptungen widerlegen, ihre permanente Untergangsdiagnostik anstrengend finden. Aber Millionen Wähler hören ihr zu und sagen offenbar: Genau so sehe ich das auch.
2026 ist die AfD noch stärker: Im ARD-DeutschlandTrend vom August erreicht sie 28 Prozent, die Union 21. Im ZDF-Politbarometer liegt die AfD bei 27, CDU/CSU bei 22 Prozent. Umfragen, keine Wahlen – aber die Größenordnung ist politisch nicht mehr zu ignorieren. Wer Weidel deshalb weiterhin als schrille Randfigur beschreibt, analysiert die politische Realität ungefähr so präzise wie ein Meteorologe, der bei Starkregen feststellt: „Vereinzelt feucht."
Das interessante Paradox
Noch interessanter wird es bei Weidel persönlich: Während ihre Partei in Umfragen Rekordwerte erreicht, ist sie selbst keineswegs besonders beliebt. Im ZDF-Politbarometer vom August 2026 liegt sie bei Sympathie und Leistung mit minus 2,5 am Ende der abgefragten Politikerrangliste. Die Partei liegt vorne, die Vorsitzende hinten – und ist trotzdem das mit Abstand bekannteste Gesicht der Partei. Alice Weidel ist damit gleichzeitig eine der erfolgreichsten Oppositionspolitikerinnen Deutschlands, eine der polarisierendsten und eine der unbeliebtesten. Das muss man auch erst einmal hinbekommen.
Das Sommerinterview, das niemand hören konnte
Im Juli 2025 stellte sich Weidel dem ARD-Sommerinterview – zumindest war das der Plan. Am gegenüberliegenden Spreeufer hatte das „Zentrum für Politische Schönheit" einen Bus mit leistungsstarker Lautsprecheranlage positioniert: Musik, Trillerpfeifen, Hupen, Anti-AfD-Rufe. Teilweise konnten Moderator Markus Preiß und Weidel einander schlicht nicht verstehen. Die ARD führte das Interview trotzdem fort und kündigte Konsequenzen für künftige Sendungen an.
Man muss diese Aktion nicht sympathisch finden – wer ein politisches Interview so laut beschallt, dass Fragen und Antworten kaum verständlich sind, hat das Prinzip politischer Auseinandersetzung möglicherweise etwas missverstanden.
Gerade bei einer Politikerin, deren Aussagen man kritisieren möchte, wäre es vielleicht hilfreich, sie zunächst zu hören.
Bemerkenswert ist dabei allerdings auch die andere Seite: Ein öffentlich-rechtlicher Sender mit Milliardenbudget, jahrzehntelanger Übertragungserfahrung und eigentlich professionellem Equipment schafft es offenbar nicht, ein Interview gegen einen Lautsprecherwagen am anderen Spreeufer tontechnisch durchzusetzen. Man fragt sich unweigerlich, ob die zuständigen Tontechniker just an diesem Tag im Sommerurlaub waren – oder ob ihre Fachkompetenz an jenem Abend schlicht weggedröhnt wurde. Und wer auch immer die Sendung freigegeben hat, hat offenbar vorher nicht kurz zum Fenster hinausgeschaut. Der Verdacht, dass man es hier nicht unbedingt eilig hatte, das Problem zu lösen, drängt sich zumindest auf. Das darf man auch mal so klar sagen.
Für die Dramaturgie einer Weidel-Sendung war die Situation trotzdem nahezu perfekt: Die AfD-Vorsitzende erklärte, in Deutschland herrschten teilweise chaotische Zustände – im Hintergrund Hupen, Trillerpfeifen, Lautsprechermusik, Demonstranten, ein Moderator und ein Gast, die sich nicht verstehen. Manchmal liefert die Realität eine Illustration, für die eine Redaktion normalerweise einen Grafiker bestellen müsste.
2026: Parteitag in Erfurt – jetzt wird regiert. Demnächst.
Im Juli 2026 wurde Weidel mit 81,3 Prozent erneut zur AfD-Vorsitzenden gewählt, Tino Chrupalla erhielt 70 Prozent. Und die zentrale Botschaft hat sich verändert: Früher hieß es „Wir sind die Opposition", heute heißt es „Wir werden regieren". Auf dem Parteitag formulierten Weidel und Chrupalla einen klaren Machtanspruch – aus der Opposition in Regierungsverantwortung.
Das bringt ein neues Problem mit sich. Die permanente Generalabrechnung funktioniert ausgezeichnet, solange man nicht selbst für die nächste Haushaltsvorlage verantwortlich ist. Wer regiert, muss irgendwann erklären: Wie genau? Was kostet es? Welche Verträge, welche europäischen Regeln, welche Übergangsfristen, welche Mehrheiten? Fragen, die sich wesentlich schlechter mit dem Begriff „Flachzange" beantworten lassen.
Apropos Flachzangen
Beim jüngsten ZDF-Sommerinterview am 23. August 2026 befand sich Weidel erkennbar in der nächsten Evolutionsstufe ihres politischen Selbstbewusstseins: Die AfD werde nicht nur in Bundesländern regieren, sondern irgendwann auch im Bund. Die CDU werde ihrer Prognose nach keine Bundestagswahl mehr gewinnen. Und dann fiel der Satz, sie wolle nicht mehr angelogen werden von den „Flachzangen, die da oben sitzen". Politikwissenschaftlich ist „Flachzange" bislang keine anerkannte Regierungskategorie. Aber man weiß sofort, was gemeint ist. Das ist wiederum Weidels Stärke: Ihre Sprache benötigt selten Fußnoten. Häufiger Faktenchecks.
Empört über den rauen Ton dürfte Weidel dabei ohnehin schwerlich sein. Schließlich hat sie selbst schon deutlich gröbere Kaliber juristisch aushalten müssen: Als die NDR-Satiresendung „extra 3" sie 2017 als „Nazischlampe" bezeichnete, zog Weidel dagegen vor Gericht – und verlor. Das Landgericht Hamburg stufte die Bezeichnung als von der Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckte satirische Übertreibung ein, kein Zuschauer werde das ernsthaft wörtlich nehmen. Gemessen an diesem gerichtlich bestätigten Maßstab ist „Flachzange" geradezu zärtlich formuliert.
Denn nicht jede Generalabrechnung geht rechnerisch auf
Im selben Interview gab es mehrere Aussagen, die einer Überprüfung nicht oder nur teilweise standhielten. Weidel behauptete, im Vorjahr seien 306.000 Arbeitslose eingebürgert worden. Die zugrunde liegende Zahl bezeichnete jedoch Menschen, die Ende 2025 arbeitslos waren und irgendwann zuvor – möglicherweise Jahre oder Jahrzehnte früher – eingebürgert worden waren. Insgesamt gab es 2025 rund 332.500 Einbürgerungen.
Auch beim sogenannten Verbrenner-Verbot verkürzte sie die Entwicklung erheblich, indem sie es der CDU zuschrieb: Die ursprüngliche EU-Regelung wurde 2023 unter der Ampel beschlossen und Ende 2025 bereits deutlich aufgeweicht. Beim Klimawandel argumentierte sie, Klimaveränderungen habe es immer gegeben – das stimmt für natürliche Schwankungen, daraus folgt aber wissenschaftlich nicht, dass die gegenwärtige Erwärmung natürlichen Ursprungs wäre; der Konsens sieht menschliche Treibhausgasemissionen als Hauptursache. Und beim Euro hält sie am deutschen Ausstieg fest: instabil, Deutschland sei es vorher besser gegangen. Auch darüber darf politisch gestritten werden. Nur wird es spätestens interessant, wenn aus der Generalabrechnung ein Regierungsprogramm werden soll. Ein Euro-Austritt ist schließlich keine Kündigung beim Fitnessstudio.
Und plötzlich wird es ganz pragmatisch
Ein besonders schönes Detail lieferte der AfD-Parteitag 2026: Im Landesprogramm Sachsen-Anhalts wird die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern als besonders wünschenswertes gesellschaftliches Modell hervorgehoben. Weidel selbst lebt mit einer Frau zusammen und zieht mit ihr Kinder groß. Darauf angesprochen sagte sie, man könne reinschreiben, was man wolle – sie lebe etwas anderes. Gleichgeschlechtliche Beziehungen seien gleichwertig zu behandeln. Ein überraschend pragmatischer Satz für eine Politikerin, deren Reden sonst selten unter mangelnder Eindeutigkeit leiden. Der Widerspruch sei keiner, erklärte sie: Man könne ein traditionelles Zielbild vertreten und persönlich anders leben. Kann man. Aber es zeigt: Sobald Politik das eigene Leben berührt, wird selbst Alice Weidel plötzlich erstaunlich differenziert. Fast schon: Mitte.
Vielleicht ist die Generalabrechnung genau das Erfolgsrezept
Man kann Alice Weidel vieles vorwerfen. Dass man bei ihr nicht weiß, was sie von der Bundesregierung hält, gehört nicht dazu. Sie ist rhetorisch kontrolliert, schnell, häufig scharf und im parlamentarischen Schlagabtausch ausgesprochen erfahren – sie spricht weniger wie die Vorsitzende eines politischen Vereins und mehr wie die Leiterin einer Wirtschaftsprüfung, die gerade entdeckt hat, dass jemand seit sieben Jahren sämtliche Belege in einer Aldi-Tüte aufbewahrt.
Das hat Wirkung. Gerade in einer Zeit, in der viele den Eindruck haben, Probleme würden beschönigt, relativiert oder in Verwaltungsdeutsch eingeordnet, bietet Weidel das Gegenteil: keine Beschwichtigung, keine rhetorische Watte, keine dreizehnseitige Einordnung. Sondern: Schuldiger gefunden. Das ist politisch enorm wirksam. Aber es birgt ein Risiko. Wer jahrelang erklärt, praktisch alles sei katastrophal falsch gemacht worden, schafft Erwartungen. Und inzwischen sagt die AfD ausdrücklich: Wir wollen regieren. Dann wird aus „Warum habt ihr das nicht gelöst?" irgendwann „Warum habt ihr das noch nicht gelöst?"
Die Generalabrechnung hat ein Verfallsdatum
Vielleicht liegt darin die interessanteste Phase von Alice Weidels Karriere erst noch vor uns.
Die AfD ist keine Zehn-Prozent-Protestpartei mehr – bei der Bundestagswahl 2025 erreichte sie 20,8 Prozent, heute liegt sie in mehreren Umfragen deutlich darüber. In Sachsen-Anhalt könnte sie bei der bevorstehenden Landtagswahl sogar erstmals realistisch nach einer Regierungsübernahme greifen. Damit verändert sich die Rolle: Wer zwanzig Prozent hat, kann sagen, die anderen machen alles falsch. Wer dreißig Prozent hat, bekommt irgendwann die Rückfrage: Gut. Und was machen Sie jetzt? Dann reicht es nicht mehr, die Bilanz des Vorgängers rot anzustreichen – dann muss man eine eigene vorlegen.
Mit Zahlen, Terminen, Gesetzen, Kompromissen. Und wahrscheinlich auch mindestens einer Flachzange im eigenen Ministerium. Dabei sollte man der Fairness halber eines nicht unterschlagen: Die aktuellen Umfragewerte fallen der AfD nicht allein durch eigene Leistung zu. Eine Regierung, die in der öffentlichen Wahrnehmung selten souverän wirkt, ist der zuverlässigste Wahlkampfhelfer der Opposition – ganz gleich, wer gerade Opposition ist.
Das ändert aber nichts an der zweiten Hälfte der Wahrheit: Die Probleme im Land – bei Migration, Energiepolitik, Wirtschaft, Infrastruktur – lassen sich mit oder ohne Weidel nicht wegdiskutieren. Man kann ihre Diagnosen für übertrieben halten und trotzdem einräumen, dass nicht jede Baustelle erfunden ist.
Bis dahin: Folge 473
Alice Weidel wird also weiter auftreten – im Bundestag, bei Parteitagen, in Sommerinterviews, in Wahlkampfhallen.
Und vermutlich wird Deutschland auch beim nächsten Mal wieder unmittelbar vor dem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, finanzpolitischen oder europäischen Zusammenbruch stehen: die Regierung gescheitert, die CDU erledigt, der Kanzler überfordert, Brüssel schuld, die Energiewende ruiniert, die Grenzen außer Kontrolle.
Man kann darüber lachen, aber man sollte aber nicht den Fehler machen, die Politikerin dahinter deshalb nicht ernst zu nehmen. Denn während Alice Weidel seit Jahren den Niedergang Deutschlands verkündet, steigt eine Zahl ziemlich zuverlässig: das Ergebnis ihrer Partei. Und vielleicht ist genau das die Pointe: Die Generalabrechnung läuft inzwischen seit Jahren, nur die Rechnung wird immer größer, angesicht der Probleme im Lande.
Fortsetzung folgt. Vermutlich schon nächste Woche.
SO SIEHT'S AUS.
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